Die US-Skifahrerin Breezy Johnson gewann Gold im Damen-Downhill bei den Olympischen Winterspielen 2026 und besiegte die Deutsche Emma Aicher um 0,04 Sekunden. Der Sieg war die erste Medaille für Team USA bei den Spielen, wurde aber von dem frühen Sturz ihrer Teamkollegin Lindsey Vonn überschattet, die sich das linke Bein brach. Vonn, die trotz gerissenem ACL antrat, wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und ist nach der Operation stabil.
Bei sonnigen Bedingungen auf der Olympia-delle-Tofane-Strecke in Cortina d'Ampezzo, Italien, lieferte Breezy Johnson eine kühne Fahrt ab, um ihre erste Olympiamedaille zu sichern. Als Sechste fuhr die 30-jährige Amerikanerin 1:36.10 und erreichte Geschwindigkeiten von 80 mph bei engen Linien und Sprüngen. »Ich hatte heute ein gutes Gefühl«, sagte Johnson danach. »Ich kann es immer noch nicht glauben.« Ihre Zeit hielt gegen 30 Herausforderinnen stand, Emma Aicher holte Silber in 1:36.14 und Italiens Sofia Goggia Bronze in 1:36.69, was das Heimpublikum in Ekstase versetzte. Die Veranstaltung wurde 13 Sekunden nach Lindsey Vonns 13. Start düster. Die 41-Jährige, die nach ihrer Pensionierung 2019 nach einer partiellen rechten Knieprothese zurückkehrte, streifte mit der rechten Schulter ein Tor mitten im Sprung, verdrehte sich und stürzte den Hang hinunter. Schreie hallten wider, als Sanitäter sie versorgten; sie wurde ins Ca' Foncello-Krankenhaus in Treviso geflogen, wo sie wegen eines Bruchs im linken Bein operiert wurde. U.S. Ski & Snowboard bestätigte, dass Vonn stabil ist. »Mein Herz blutet für sie«, sagte Johnson. »Es ist manchmal ein so brutaler Sport.« Vonns Comeback wurde durch ihre Vertrautheit mit Cortina genährt – sie hat dort 12 Weltcupsiege – und Entschlossenheit trotz eines Risses im linken ACL am 30. Januar in der Schweiz. Sie fuhr im Samstagstraining Drittbestzeit, sonntags aber aggressiv. Johnson, die die Olympischen Spiele 2022 in Peking nach einer Knieverletzung auf derselben Strecke verpasste und eine 14-monatige Dopingsperre absaß, nannte ihren Sieg Erlösung. »Wenn du durch die Hölle gehst, geh weiter«, reflektierte sie. Die Amerikanerin Jackie Wiles teilte sich Platz vier in 1:36.96, Bella Wright wurde 21. Das Rennen unterstrich die Risiken des Downhills, auch die Andorranerin Cande Moreno wurde nach einem Sturz abtransportiert. Vonns Jagd nach einer vierten Olympiamedaille – ergänzt um ihr Downhill-Gold 2010 und zwei Bronzen – endete abrupt, doch ihr Vermächtnis mit 84 Weltcupsiegen bleibt.