Eine Woche nach US- und israelischen Angriffen auf den Iran, die mindestens 1.045 Menschen – darunter Oberster Führer Ali Khamenei – töteten und den Konflikt auf 12 Länder ausdehnten, hat der iranische Fußballverband ernsthafte Zweifel an der Teilnahme an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 geäußert und auf Reisebarrieren in die USA hingewiesen. Die FIFA beobachtet die Lage weiter inmitten von Boykott-Spekulationen.
Die Angriffe am 28. Februar lösten iranische Vergeltung mit Raketen und Drohnen aus, die Israel und US-Basen im Nahen Osten ins Visier nahmen. Am Dienstag sagte US-Präsident Donald Trump gegenüber Politico: »Ich denke, Iran ist ein sehr schwer geschlagenes Land. Sie laufen auf Reserve.« FFIRI-Präsident Mehdi Taj erklärte am Sonntag gegenüber Varzesh3: »Nach diesem Angriff kann man nicht erwarten, dass wir der Weltmeisterschaft hoffnungsvoll entgegensehen.« Iran ist derzeit Weltranglistenerster 20 und in Gruppe G gelost, wobei alle Spiele an der US-Westküste ausgetragen werden. Experten wie Simon Chadwick von der Emlyon Business School hoben US-Einreiseprobleme für iranische Spieler, Mitarbeiter und Offizielle hervor und prognostizierten einen wahrscheinlichen Rückzug in diesem »unbekannten Terrain« – dem ersten politischen Boykott seit Argentiniens 1950. Chadwick warnte vor finanziellen Einbußen für Iran, FIFA-Präzedenzfällen und Risiken eines »kalten Sportskriegs« oder rivalisierender Veranstaltungen wie den von Russland vorgeschlagenen Peace Games. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafstrom betonte letzte Woche erneut, dass die Organisation die Entwicklungen verfolgt und mit den Gastgeberregierungen zusammenarbeitet, um die Sicherheit zu gewährleisten. Trotz der Hürden wies Chadwick darauf hin, dass Sportdiplomatie die Teilnahme erleichtern und die Reintegration nach dem Konflikt unterstützen könnte.