Der ehemalige PlayStation-Manager Shawn Layden hat seine Äußerungen zur Handheld-Strategie von Sony präzisiert und argumentiert, dass das Unternehmen anstelle der Vita eine PlayStation Portable 2 hätte herausbringen sollen. Er erklärte, dass die Vita zu viele neue Funktionen enthielt, die die Kosten in die Höhe trieben und den Absatz schmälerten.
Layden sagte gegenüber Eurogamer, dass eine PSP2 lediglich den zweiten Analogstick zum ursprünglichen PSP-Design hinzugefügt hätte. Er merkte an, dass die Hauptkritik an der PSP der einzelne Stick war, was frustrierend wurde, nachdem sich die Spieler an die zwei Sticks der PlayStation-Konsolen gewöhnt hatten. Die Vita fügte Funktionen wie ein rückseitiges Touchpad, einen OLED-Bildschirm und proprietäre Speicherkarten hinzu, so Layden. Dies habe die Produktionskosten erhöht, ohne den Käufern genügend Mehrwert zu bieten, und zudem die Kompatibilität mit bestehenden PSP-Medien aufgehoben. Layden äußerte sich auch zu Sonys jüngster Entscheidung, die Online-Stores für Vita und PlayStation 3 zu schließen. Er beschrieb dies als eine finanzielle Entscheidung, die eher durch geringe Aktivität bedingt war, als durch den Plan, den Zugang zu älteren Spielen einzuschränken. Die lebenslangen Verkaufszahlen der PSP überstiegen bis 2012 76,4 Millionen Einheiten, während die Schätzungen für die Vita zwischen 10 und 15 Millionen liegen. Layden verließ Sony im Jahr 2019 nach 32 Jahren.