Der Zivilschutz von São Paulo hat seinen Krisenstab aktiviert, um die intensiven Regenfälle zu überwachen, die seit Samstag die Nordküste des Bundesstaats betreffen. Drei Schnellstraßen wurden wegen Erdrutschen und Risiken weiterer Vorfälle gesperrt, während ein Mann vermisst wird, nachdem ein Wall auf sein Haus in Natividade da Serra gestürzt ist. An der Küste starben zwei Menschen bei einem Schiffsunglück in Ubatuba, und Hunderte Häuser wurden überflutet.
Intensive Regenfälle an der Nordküste von São Paulo, die mindestens am Samstag (21/2) begannen, setzten sich am Sonntag (22/2) fort und häuften sich auf hohe Mengen wie 235 mm in Ubatuba in den letzten 48 Stunden und 271 mm in Peruíbe. Das Nationalmetorologische Institut (Inmet) gab eine Gefahrwarnung für den östlichen Streifen des Bundesstaats heraus und hob Risiken von Überschwemmungen, Hangrutschen und Flussüberläufen hervor. Der Rio Paraibuna ist über die Ufer getreten, es gab jedoch zunächst keine Berichte über Obdachlose oder Evakuierte. nnDer staatliche Zivilschutz mobilisierte seinen Krisenstab in Präsenzmodus für Montag (23/2), von 8 bis 20 Uhr, zur Koordination der Maßnahmen. Teams führen Inspektionen und Überwachungen in Risikogebieten durch, die Starkregenwarnung wurde verlängert. In Ubatuba war das Viertel Camburi am stärksten betroffen, mit rund 400 überfluteten Häusern; 15 Familien sind obdachlos, weitere 15 wurden evakuiert. Samstagabend starben zwei Menschen bei einem Schiffsunglück inmitten der Regenfälle. nnDrei Schnellstraßen wurden gesperrt: Dom Paulo Rolim Loureiro (SP-098) vollständig blockiert bei km 77 (Mogi das Cruzes) und 98 (Bertioga), mit Alternative über das Anchieta-Imigrantes-System; Tamoios (SP-099) teilweise gesperrt auf Serra Antiga in Caraguatatuba wegen über 100 mm Regen, Verkehr über Serra Nova im Konvoi ausstehend; und Oswaldo Cruz (SP-125) vollständig gesperrt bei km 81 in Ubatuba wegen eines Erdrutsches, mit Alternativen über SP-099 und SP-171. Diese Straße verzeichnete am Wochenende sechs Erdrutsche, darunter einen bei km 67, der einen Hof traf. nnIn Natividade da Serra, nahe km 64 der SP-125, stürzte am Sonntag ein Wall auf ein Wohnhaus und ließ einen 50-jährigen Mann vermisst. Die Suchaktionen der Feuerwehr und des Zivilschutzes wurden nachts aus Sicherheitsgründen eingestellt und sollen montags fortgesetzt werden. Das Gebiet wurde wegen weiterer Rutschrisiken abgesperrt. Der Zivilschutz rät, Risikobereiche zu meiden und offizielle Warnungen zu befolgen. Für Montag wird in dem östlichen Streifen vormittags Sonne mit isolierten Schauern abends erwartet.