Der amtierende Präsident Geraldo Alckmin hat die Vorabzahlung von Bolsa Família- und BPC-Leistungen für Familien angekündigt, die von Regenfällen in der Zona-da-Mata-Region in Minas Gerais betroffen sind. Die Regierung wird auch R$ 800 pro Vertriebenen an die Gemeinden überweisen, um Vorräte zu kaufen. Die Maßnahme bezieht sich auf Überschwemmungen, die mehr als 20 Tote und Tausende Vertriebene in etwa acht Gemeinden gefordert haben.
Starke Regenfälle treffen die Zona-da-Mata-Region in Minas Gerais seit Montagabend (23) und verursachen Schäden in Städten wie Juiz de Fora und Ubá. Am Dienstagmorgen (24) hat die Bundesregierung in Juiz de Fora den Ausnahmezustand anerkannt, wobei die Maßnahme noch am selben Tag im Amtsblatt der Union veröffentlicht wird. nnGeraldo Alckmin, der vorübergehend die Präsidentschaft innehat, während Luiz Inácio Lula da Silva nach Indien und Südkorea reist, machte die Ankündigung gegenüber der Presse. „R$ 800 werden pro Vertriebenem in jeder Gemeinde überwiesen, ein Betrag, der den Stadtverwaltungen für den Kauf von Matratzen und anderen Vorräten bestimmt ist“, sagte Alckmin. Die Überweisung kommt vom Ministerium für soziale Entwicklung, wobei die Gesamtinvestitionssumme noch nicht festgelegt ist. nnZusätzlich plant die Regierung, Wohnungen des Programms Minha Casa Minha Vida bereitzustellen, um die lokale Infrastruktur zu stärken. Die Minister Waldez Góes vom Regionalentwicklung und Adriano Massuda, kommissarischer Gesundheitsminister, trafen sich mit den Bürgermeistern der betroffenen Gebiete und Gouverneur Romeu Zema (Novo), um Maßnahmen abzustimmen. nnDas Verteidigungsministerium hat Hubschrauber, Fahrzeuge und Truppen des Heeres eingesetzt, um das Feuerwehrwesen und lokale Kräfte bei der Rettung von Opfern zu unterstützen. Alckmin erwähnte Gespräche mit der Bürgermeisterin von Juiz de Fora, Margarida Salomão (PT), und dem Bürgermeister von Ubá, José Donato (PSD). Lula rief Salomão an und drückte seine Solidarität über soziale Medien aus und versicherte den bundesweiten Beistand. nnDie Region steht vor hohem Risiko weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche. Ein Bulletin des Cemaden für Mittwoch (25) weist auf sehr hohes Risiko für diese Ereignisse hin, aufgrund gesättigter Böden und Vorhersagen von mäßigen bis starken Regenfällen. Bei Bedarf könnten Alckmin oder Lula die betroffenen Gebiete besuchen.