Starke Regenfälle in Juiz de Fora, Minas Gerais, haben bis Dienstag (24) 605.6 mm angesammelt und Februar zum regenreichsten Monat in der Stadtgeschichte gemacht. Der Sturm forderte mindestens 30 Tote und 39 Vermisste, mit Erdrutschen und Verschüttungen, die Tausende betrafen. Behörden erklärten den Katastrophenfall und mobilisierten Rettungskräfte.
Bis 18 Uhr am Dienstag (24. Februar 2026) registrierte das Nationale Institut für Meteorologie (Inmet) 605.6 mm Niederschlag in Juiz de Fora in der Mata-Region von Minas Gerais. Diese Menge ist etwa dreieinhalb Mal höher als der historische Monatsdurchschnitt von 170 mm der letzten 30 Jahre. Der Großteil des Regens fiel zwischen 18 und Mitternacht am Montag (23), mit nahezu 150 mm in Nossa Senhora de Lourdes nach Angaben von Cemaden. Der Sturm verursachte Erdrutsche und Überschwemmungen mit mindestens 30 Toten und 39 Vermissten bis 21:20 Uhr laut Feuerwehr-Update. In Juiz de Fora: 24 Tote, 37 Vermisste; in Ubá: 6 Tote, 2 Vermisste. Feuerwehr rettete 208 Personen, 125 Einsatzkräfte im Regionseinsatz: 62 in Juiz de Fora, 49 in Ubá, 14 in Matias Barbosa. Bürgermeisterin Margarida Salomão (PT) meldete mindestens 20 Verschüttungen, vor allem im Südosten, und 535 Vorfälle durch den Zivilschutz. Über 3.000 Menschen sind obdachlos und in 15 Schulen untergebracht. Die Bundesregierung erkannte den Katastrophenfall in Ubá, Matias Barbosa und Juiz de Fora an, um Hilfe zu ermöglichen. Ein markanter Fall ereignete sich im Stadtteil Parque Jardim Burnier: Ein 3-jähriger Junge überlebte einen Erdrutsch in den Armen seiner Mutter Elizabeth, die vor Ort starb. Der Vater gilt als vermisst. Anwohner berichteten, dass Felsen vom benachbarten Hügel zum Unglück beitrugen und etwa 12 Häuser zerstört wurden. Inmet warnt vor intensiveren Regenfällen ab Mittwoch (25), mit Risiken für neue Überschwemmungen und Erdrutsche auf wassergesättigtem Boden.