Die brasilianische Sängerin Anitta hat ehemalige Teammitglieder öffentlich beschuldigt, unbefugt ein Musikvideo für ihren 2013er Song „Tá Na Mira“ durchleakt zu haben. Der Clip, den sie damals ad acta gelegt hatte, tauchte am Donnerstag online auf, was sie dazu veranlasste, in den sozialen Medien zu klären, dass sie ihn nicht veröffentlicht hat. Fans zeigen gemischte Reaktionen auf den Stil und die Qualität des Videos.
Am Freitag wandte sich Anitta in den sozialen Medien dem plötzlichen Auftauchen eines unveröffentlichten Musikvideos zu ihrem Song „Tá Na Mira“ aus ihrem gleichnamigen Debütalbum von 2013 zu. In einem Post, der ursprünglich auf Portugiesisch verfasst war, schrieb sie: „Lieben, ich habe heute keinen Clip veröffentlicht. Alles, was im Internet unterwegs ist, wurde ohne meine Genehmigung von Leuten geleakt, die schon lange nicht mehr zu meinem Team gehören, und jetzt könnt ihr ein bisschen verstehen, warum. Küsschen.„ Das dreieinhalbminütige Video tauchte irgendwann am Donnerstag online auf. Es zeigt Anitta sitzend auf einem Stuhl in einem kahlen Raum, die Hände mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt, einem Mann gegenüber, der sie offenbar verhört. Bald bricht sie aus, tanzt und interagiert flirtend mit ihm. Die Handlung entwickelt sich zu einer Geschichte um die Entdeckung von Untreue und mündet in eine Umkehrung der Machtverhältnisse zwischen den Charakteren. „Tá Na Mira“, was „Du bist im Visier“ bedeutet, war eine Promosingle aus dem Album von 2013, chartete jedoch nicht. Es eröffnete auch eine EP gleichen Namens in diesem Jahr. Die offizielle Veröffentlichung umfasste nur ein Lyric-Video, das inzwischen 19 Millionen Aufrufe auf YouTube erreicht hat und Anittas Silhouette als Hintergrundbild nutzt. Die Lyrics vermitteln eine Botschaft gegenseitigen Interesses bei einer romantischen Verfolgung, Anitta singt: „I’m more than just a conquest / I’m not some easy lay / You really hit the jackpot / Careful now, don’t scare me off.“ Der Song enthält Schussgeräusche, passend zum thematischen Titel. Die Reaktionen der Fans auf das geleakte Video gingen auseinander. Einige verglichen sein Ästhetik mit Szenen aus dem 2003er Film Honey mit Jessica Alba, in denen ähnliche Outfits vorkommen. Andere bemängelten, es falle unter Anittas übliche Produktionsstandards, einer nannte es enttäuschend. Der Vorfall beleuchtet anhaltende Probleme mit unbefugter Inhaltsverbreitung in der Musikbranche.