Die Mars Badminton Horse Trials haben 80 Nennungen für ihre Veranstaltung vom 6. bis 10. Mai erhalten, womit es erstmals seit 2023 keine Warteliste gibt. Dies folgt auf die Absage der Mars Maryland 5 Star und findet vor dem Hintergrund laufender Diskussionen über das Fünf-Sterne-Niveau im Vielseitigkeitsreiten statt. H&H-Vielseitigkeitsredakteurin Pippa Roome bewertet, ob die niedrigeren Zahlen Grund zur Sorge geben.
Für die Mars Badminton Horse Trials liegen 80 Nennungen vor, darunter Doppelstarts von Reiter David Doel, der plant, mit zwei seiner drei genannten Pferde anzutreten, sowie fünf mögliche Nennungen von Harry Meade, der jedoch auf maximal drei begrenzt ist. Unter Berücksichtigung dessen liegt das potenzielle Starterfeld bei 77 Pferden, das sich nach Analysen der H&H-Vielseitigkeitsredakteurin Pippa Roome durch Rückzüge voraussichtlich auf etwa 60 bis 65 Starter reduzieren wird. Die Ankündigung erfolgt nach der diesjährigen Absage der Mars Maryland 5 Star, was die Debatten über die Zukunft des Fünf-Sterne-Vielseitigkeitssports befeuert hat. Der historische Kontext zeigt, dass das Fehlen einer Warteliste kein Novum ist: 2023 gab es 83 Nennungen und 64 Starter; 2024 waren es 90 Nennungen mit einer Warteliste von drei und 68 Startern; 2025 verzeichnete man 102 Nennungen und eine Warteliste von 16 (alle zugelassen) bei 81 Startern. Änderungen in der Reiterkategorisierung seit 2023 haben die Qualifikationsanforderungen für das Fünf-Sterne-Niveau verschärft, was zu kleineren Feldern beiträgt. Reiter priorisieren zunehmend parallele Wege: Meisterschaften mit Dressur und Springen auf festem Boden sowie kürzeren Geländestrecken im Vergleich zu den anspruchsvollen britischen Fünf-Sterne-Turnieren wie Badminton und Defender Burghley. In diesem Jahr finden Weltmeisterschaften statt, was die Auswahl der Nationen wie USA, Australien und Neuseeland beeinflusst, wo die Nennungen von 16 Startern im letzten Jahr auf nun 14 zurückgingen, wobei die US-Zahlen stiegen, während die aus Neuseeland sanken. Auch die Zahl der kontinentaleuropäischen Reiter nahm ab; Belgien ging von vier auf zwei Nennungen zurück, Deutschland von vier auf eine. Roome merkt an, dass es nur vier britische Debütanten mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren gibt, was die wachsende Kluft zwischen dem Nachwuchsbereich und dem Fünf-Sterne-Niveau aufgrund der Anpassungen in den Jugendmeisterschaften widerspiegelt. Obwohl die Zahlen eher niedrig sind, warnt Roome vor Panik und verweist darauf, dass kein Abwärtstrend erkennbar sei und Starterzahlen von 70 bis 75 für die Zuschauer optimal seien.