Bernarda Llorente spricht über Buch und Dokumentation zum Leben von Papst Franziskus

Die argentinische Journalistin Bernarda Llorente, die Papst Franziskus während seiner 13-jährigen Amtszeit öfter interviewt hat als jede andere, teilte in einem Radiointerview ihre Erinnerungen und Projekte zum Vermächtnis des Pontifex. Sie hob Franziskus' Mut gegenüber der Zivilisationskrise und seinen Fokus auf Brüderlichkeit und Fürsorge für die Weggeworfenen hervor. Sie kündigte an, an einem Buch und einer Dokumentarserie zu arbeiten als moralische Pflicht.

In einem Gespräch mit Gabriela López in der Sendung #MujeresenlaJungla bei Radio Perfil AM 1190 reflektierte die argentinische Journalistin Bernarda Llorente ihre Erfahrungen bei der Berichterstattung über Papst Franziskus. Als Politikwissenschaftlerin und TV-Produzentin beschrieb Llorente Franziskus als "ein außergewöhnliches Wesen und auch ein Wesen von enormem Mut", das sich bewusst war, dass die Zivilisation an ihre Grenzen gestoßen war und kollektiver Aufbau gegen den Individualismus benötigt wurde.

Das Vermächtnis des Papstes umfasst nach Llorente Brüderlichkeit, Ökologie, um die Erde bewohnbar zu machen, und Sorge um die "Welt des Abfalls" und die Enterbten. Sie erinnerte sich an ihre zahlreichen Interviews, darunter das letzte im Oktober vergangenen Jahres, und ihr gemeinsames Projekt für ein Buch und eine Dokumentarserie. "Eine Sache war es mit dem lebenden Franziskus, zu dem ich bei jeder Unsicherheit gehen konnte, und eine andere ist das Vermächtnis von Franziskus, seine Abwesenheit, ich vermisse ihn sehr", drückte sie aus. Bei einer der letzten Begegnungen sagte Franziskus zu ihr: "Ich habe großes Vertrauen zu dir", was ihr eine große Verantwortung auferlegt. Llorente sieht diese Arbeit als "eine moralische Pflicht und eine Verpflichtung, die ich habe".

Llorente sprach auch über die Rolle der Frauen im Journalismus und erwähnte die Gläserne Decke in Bereichen wie Wirtschaft und Politik, obwohl sie die erste Präsidentin von Télam war, die einzige Frau an der Spitze einer Nachrichtenagentur weltweit zu jener Zeit. Im aktuellen Fernsehen notierte sie einen Übergang: In Argentinien schrumpft die Qualität, während global in kreative Plattformen investiert wird. Sie nannte ihr Programm Televisión por la Identidad, das half, mehr als zehn Enkel von Verschwundenen zu finden.

Schließlich warnte sie vor der Demokratiekrise in Argentinien und weltweit, mit fehlender Gewaltenteilung, Manipulation der Justiz und Phänomenen wie La Libertad Avanza, Teil einer globalen rechtsextremen Strömung. "Wir sind auf planetary Ebene fähig, die Demokratie mit größerer Partizipation und größerer Gerechtigkeit neu zu erfinden", schloss sie.

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