Carlos Alberto Solari, bekannt als 'der Indio' und ehemaliger Frontmann der einflussreichen argentinischen Rockband Patricio Rey y sus Redonditos de Ricota, starb am 5. Juni im Alter von 77 Jahren.
Solari wurde nahe eines Innenpools in seinem Haus in Ituzaingó, etwa 30 Kilometer westlich von Buenos Aires, tot aufgefunden. Er lebte seit mindestens einem Jahrzehnt mit der Parkinson-Krankheit. Die Behörden nannten keine Todesursache. Seine Familie gab die Nachricht über soziale Medien bekannt und kündigte ein öffentliches Begräbnis an. Fans versammelten sich mit Blumen und T-Shirts mit seinem Spitznamen an seinem Haus, während Menschenmengen auf einem Platz im Zentrum von Buenos Aires zusammenkamen, um seine Lieder zu singen und zu trauern. Solari erlangte während Argentiniens Übergang von der Diktatur zur Demokratie als Symbolfigur der Gegenkultur Bekanntheit. Seine Band veröffentlichte zehn Studioalben und mied große Plattenfirmen, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Nach der Auflösung der Gruppe im Jahr 2001 setzte er seine Karriere als Solokünstler fort und füllte weiterhin große Stadien. Würdigungen kamen unter anderem vom argentinischen Fußballverband, den Großmüttern der Plaza de Mayo und der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. Solari hinterlässt seine Ehefrau Virginia Mones Ruiz und ihren 25-jährigen Sohn Bruno.