Der Parteitag der Centerpartiet in Karlstad beschloss am Samstag, für die Dekriminalisierung des Vorhandenseins von Betäubungsmitteln im Körper zu arbeiten. Der Vorschlag kam von Centerstudenter und zielt darauf ab, Pflege vor Strafe zu priorisieren. Die Partei stimmte gegen die Dekriminalisierung von Betäubungsmitteln für den persönlichen Gebrauch.
Auf dem Parteitag der Centerpartiet in Karlstad am 15. November 2025 beschlossen die Delegierten, dass die Partei dafür eintreten soll, dass es nicht strafbar ist, Spuren von Betäubungsmitteln in Urin, Blut oder Speichel zu haben. Der Vorschlag wurde von Centerstudenter eingebracht und nach Debatte genehmigt, während ein verwandter Vorschlag zur Dekriminalisierung von Betäubungsmitteln für den persönlichen Gebrauch abgelehnt wurde.
Der Vorsitzende von Centerstudenter, Rasmus Elfström, betonte die Notwendigkeit eines Perspektivwechsels bei Suchtfragen. «Wir müssen diesen Perspektivwechsel in Bezug auf Sucht erreichen. Süchtige sollten primär Betreuung und Unterstützung angeboten bekommen, um aus der Sucht auszubrechen,» sagte er. Elfström kritisierte auch die Ressourcenverteilung der Polizei: «Die Frage ist, ob dies der richtige Weg ist, die Ressourcen des Justizsystems zu priorisieren. Diese Menschen würden wahrscheinlich mehr von Begegnungen mit Betreuungs- und Unterstützungsmaßnahmen profitieren.»
Die Debatte auf dem Parteitag war hitzig und drehte sich um die schwedische Betäubungsmittelgesetzgebung. Teile der Partei, insbesondere die Jugendorganisation der Centerpartiet (CUF) und Centerstudenter, setzen sich für Legalizierungen auf verschiedenen Ebenen ein, wie z. B. den Cannabiskonsum, um die Inanspruchnahme von Betreuung zu erleichtern und Ressourcen der Behörden freizusetzen. Die Entscheidung macht die Centerpartiet zur zweiten parlamentarischen Partei nach dem Vänsterpartiet, die den Zustand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln dekriminalisieren möchte.
Der Parteitag fand in Karlstad statt, und die Entscheidung spiegelt eine breitere Diskussion innerhalb der Partei über den Umgang mit Sucht durch Unterstützung statt Kriminalisierung wider.