Die brasilianische Abgeordnetenkammer hat mit 398 Ja-Stimmen und 30 Nein-Stimmen die Dringlichkeit des Entschließungsprojekts Nr. 71/2025 genehmigt, das den Christlichen Caucus schafft. Ein Kolumnist der Folha de S.Paulo kritisiert die Initiative als Mischung aus Religion und politischem Opportunismus, die biblische Prinzipien verletzt. Das Vorhaben zielt darauf ab, Christen zu vertreten, die 80 % der Bevölkerung ausmachen, wird aber als diskriminierend gesehen.
Das Entschließungsprojekt Nr. 71/2025 entsteht aus der Schnittstelle von Religion und politischem Opportunismus, so der Kolumnist mit Promotion in Soziologie von der USP und Gründer von Mapa Centrante. Er bezeichnet die Initiative als 'Caucus der Sünde', da sie schwer gegen Glauben und Demokratie sündigt, indem sie eine politische Vertretung an katholische und evangelische Religionen bindet.
Die Motive umfassen Wahlerfolge, insbesondere mit den steigenden Umfragewerten von Lula unter Evangelikalen für 2026. Aus biblischer Sicht zitiert der Kolumnist Psalm 51:5: 'Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen', als ironisches Motto für den Caucus.
Er listet Verletzungen auf: Erstens verletzt es die Trennung von Kirche und Staat gemäß Matthäus 22:21: 'Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist'. Zweitens verstößt es gegen Exodus 20:7, indem es den Namen Gottes umsonst für Wahlzwecke missbraucht. Drittens beansprucht es falsch, 'Millionen von Brasilianern' zu vertreten, ohne Belege, was Epheser 4:25 widerspricht. Viertens ist es heuchlerisch und diskriminierend, was Jakobus 2:9 verletzt.
Befürworter behaupten, Christen, 80 % der Bevölkerung, seien im Parlament unterrepräsentiert. Der Kolumnist fragt, ob dies zu einer konfessionellen Demokratie wie im Libanon führen würde, und sieht das Ziel darin, das Christentum mit der Agenda der konservativen Rechten zu verknüpfen und das Heilige zu banalisieren.
Die Dringlichkeitsabstimmung fand am 31. Oktober 2025 statt, mit 398 Ja- und 30 Nein-Stimmen, die der Kolumnist als 'demokratische Klarheit' unter dem Zehnten bezeichnet.