Die chilenische Nationalmannschaft besiegte Russland 2:0 in einem Testspiel in Sotschi mit Toren von Gonzalo Tapia und Ben Brereton. Der Interimstrainer Nicolás Córdova lobte den effizienten Sieg trotz mangelnder Ballbesitzkontrolle, bedauerte aber die ungerechtfertigte Kritik an seinem Stab. Das Ergebnis kommt nach einem schwierigen Jahr 2025 für La Roja.
Im Olympiastadion Fisht in Sotschi besiegte Chile Russland in einem Testspiel am 15. November 2025 und beendete damit die 23-spielige Unbesiegtserie der Gastgeber gegen schwächere Teams aufgrund von Sanktionen wegen der Invasion in der Ukraine. La Roja unter Interimstrainer Nicolás Córdova setzte auf eine defensive Fünferkette, mit Fokus auf Stabilität hinten und tödlichen Kontern.
Das erste Tor fiel in der 36. Minute: Vicente Pizarro eroberte den Ball zurück, Javier Altamirano spielte ihn vorwärts, und Gonzalo Tapia von Sao Paulo beendete es mit einem Linksschuss über Stanislav Agkatsev – sein erstes Tor im Seniordebüt für die Nationalmannschaft. In der zweiten Halbzeit verbesserte Chile den Ballbesitz durch die Einwechslungen von Ben Brereton und Lucas Cepeda. In der 75. Minute machte Brereton vom Derby County es 2:0 nach einer Balleroberung von Gabriel Suazo und einer Vorlage von Cepeda, sein zweites Tor in Folge für Chile nach dem Treffer gegen Peru.
Chiles Abwehr, verankert durch Iván Román und Guillermo Maripán, war fehlerfrei und hielt russischen Angriffen stand, die zweimal die Latte trafen. Lawrence Vigouroux parierte entscheidend. Córdova pries den Pressing-Spielstil: „Eines der am besten funktionierenden Elemente war die defensive Seite, und wir wussten, dass wir sie bei Balleroberungen verletzen konnten“.
Nach dem Spiel äußerte der Interimstrainer Frustration über Verleumdungen: „Manchmal ist es traurig zu lesen und zu hören, was rauskommt. Es tut weh. Kritik am Fußball ist in Ordnung, aber Lügen und Verleumdungen sind sehr ungerecht“. Er betonte sein Ziel: Die Jugend für die WM 2030 vorzubereiten und aufstrebenden Talenten Kontinuität für den nächsten Trainer zu bieten. Russland mit Spielern wie Aleksandr Golovin zeigte Tempo, aber fehlte an Abschlussstärke. Chile beendet die Tournee am Dienstag gegen Peru.