Die Organisation Concerned Women for America hat große Sportverbände, darunter die NCAA und olympische Organisationen, dazu aufgerufen, obligatorische SRY-Gentests für Athleten einzuführen. Der Vorstoß folgt auf die in diesem Monat angekündigte neue Teilnahme-Richtlinie der WTA. Penny Nance, die Geschäftsführerin der Gruppe, erklärte, diese Maßnahme sei für einen fairen Wettbewerb bei Frauenveranstaltungen notwendig.
Die WTA hat ihre Richtlinie zur Teilnahmeberechtigung von Frauen eingeführt, die ein einmaliges genetisches Screening auf das SRY-Gen vorschreibt. Der Test bestimmt das biologische Geschlecht und kann mittels Wangenabstrich oder Bluttest durchgeführt werden. Das Screening für Spielerinnen soll im weiteren Verlauf des Jahres 2026 beginnen, wobei Vertraulichkeitsschutzmaßnahmen gelten.
Nance erklärte am 22. Juli, dass jeder Sportfachverband die Tests einführen müsse. Sie fügte hinzu, dass transidentifizierte Männer keinen Platz im Frauensport hätten und es unfair sei, wenn Frauen gegen Männer anträten.
Persönlichkeiten aus der Tenniswelt reagierten unterschiedlich auf den Schritt der WTA. Martina Navratilova begrüßte die Richtlinie mit der Begründung, die WTA stelle klar, dass nur Frauen auf dem höchsten Niveau des Damentennis antreten dürfen. Billie Jean King forderte, keine Diskriminierung zuzulassen und transsexuelle Athleten weiterhin zu unterstützen.