Die 30. Konferenz der Parteien zum UN-Rahmenabkommen über Klimaänderungen (COP30), die in Brasilien stattfand, ist beendet. Im Mittelpunkt stand die Vereinbarung einer Roadmap für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, doch der Widerstand ölproduzierender Länder führte dazu, dass der Plan fallen gelassen wurde. Die internationale Gemeinschaft muss weiterhin zusammenarbeiten, um Rückschritte bei den Dekarbonisierungsanstrengungen zu verhindern.
Hitzewellen, Dürren und Waldbrände treten weltweit häufig auf und unterstreichen die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Die COP30 in Belém, Brasilien – einer Stadt nahe der Mündung des Amazonas – lenkte die Aufmerksamkeit auf Themen wie Abholzung und betonte die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit bei der Dekarbonisierung.
Zum 30. Jubiläum der ersten COP und dem 10. des Pariser Abkommens stand die Konferenz vor beispiellosen Herausforderungen. Der steigende Strombedarf durch generative KI wird die thermische Stromerzeugung ankurbeln und der Dekarbonisierung entgegenwirken. Gleichzeitig führte Donald Trumps zweite Amtszeit als US-Präsident zu einem weiteren Ausstieg aus dem Pariser Abkommen; er bezeichnete Klimamaßnahmen als „größten Betrug aller Zeiten“ und schickte keine hochrangigen Vertreter – ein bedauerlicher Schritt.
Spannungen um das Klima-Finanzierungssystem hielten zwischen entwickelten Nationen, die Belastungen scheuten, und Entwicklungsländern an. Letztlich wurde ein bescheidenes Ziel „Verdreifachung der Anpassungsfinanzierung bis 2035“ aufgenommen, um die Solidarität der Teilnehmer zu wahren. Das Ziel ist, die globale Erwärmung auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, doch nationale CO₂-Reduktionsziele reichen nicht aus, da die Temperaturen letztes Jahr vorübergehend 1,5 °C überschritten. Eine Stärkung der Gegenmaßnahmen ist dringend erforderlich.
Steigende Temperaturen schaden Ökosystemen, einschließlich jüngster Hitzewellen, schlechter Reisernte in Japan und Bären-Sichtungen – Probleme, die mit dem Klimawandel zusammenhängen. Verzögerungen bei der Dekarbonisierung belasten künftige Generationen stärker. Auf der Konferenz wurde eine Erklärung zur Verbesserung des wissenschaftsbasierten Informationsaustauschs verabschiedet, um Desinformation in sozialen Medien zu bekämpfen, die Maßnahmen gegen die globale Erwärmung untergräbt.
Nationen müssen zusammenarbeiten, um solche Fehlinformationen zu bekämpfen und den Schwung gegen den Klimawandel aufrechtzuerhalten.