Der Präsident des Europäischen Rates António Costa lobte Ägyptens zentrale Rolle für die regionale Stabilität und hob die Vermittlungsbemühungen von Präsident Abdel Fattah al-Sisi hervor, die die erste Phase des Waffenstillstands in Gaza ermöglichten. Dies geschah während des ersten EU-Ägypten-Gipfels in Brüssel. Außenminister Badr Abdelatty bekräftigte Ägypten als Eckpfeiler der Stabilität im turbulenten Nahen Osten.
Beim ersten EU-Ägypten-Gipfel, der am 22. Oktober 2025 in Brüssel stattfand, äußerte sich der Präsident des Europäischen Rates António Costa positiv über die Rolle Ägyptens. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erklärte Costa: „Ägypten spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung der Stabilität und der Lösung von Konflikten in der Region“, und lobte Sisis Vermittlungsbemühungen, die zur Erreichung der ersten Phase des Gaza-Waffenstillstands beigetragen haben.
Costa fügte hinzu, dass der Waffenstillstand Hoffnung für die Palästinenser wiederbelebt und die Rückkehr israelischer Geiseln ermöglicht habe, und forderte alle Parteien auf, in gutem Glauben zu handeln, um den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten und den Fluss humanitärer Hilfe zu gewährleisten, während er auf einen dauerhaften Frieden basierend auf einer Zwei-Staaten-Lösung drängte. Er drückte die Bereitschaft der EU aus, bei den Wiederaufbaumaßnahmen und Erholungsbemühungen zu helfen.
Costa hob die wachsende EU-Ägypten-Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Sicherheit, Migration, Energie und Bildung hervor und beschrieb den Gipfel als „einen Meilenstein in unserer Partnerschaft“. Er begrüßte Ägyptens Beitritt zum Forschungsprogramm Horizon Europe und wies auf gemeinsame Bedenken hinsichtlich Libyen, Sudan und Somalia hin, mit Plänen, den Dialog über die regionale Sicherheit zu vertiefen, einschließlich der maritimen Sicherheit im Roten Meer, im Suezkanal und im Mittelmeer.
In hochrangigen Gesprächen betonte Außenminister Badr Abdelatty Ägypten als Eckpfeiler der Stabilität im turbulenten Nahen Osten und als vertrauenswürdigen EU-Partner, wobei er den Sharm El-Sheikh-Friedensgipfel als Beweis für Ägyptens Engagement nannte. Abdelatty erklärte: „Trotz der engen Bindungen zur Europäischen Union müssen wir weitere Anstrengungen unternehmen, um diese Zusammenarbeit zu vertiefen und das wirtschaftliche Potenzial freizusetzen“, und forderte europäische Unternehmen auf, Investitionsmöglichkeiten in Sektoren wie erneuerbare Energien, Pharmazeutika, Künstliche Intelligenz und intelligente Verkehrswesen zu erkunden. Er wies darauf hin, dass der private Sektor seit Jahresbeginn 60 Prozent der gesamten Investitionen in Ägypten ausmacht.