Ein Bundesgericht in Abuja hat dem Aktivisten Omoyele Sowore gegen eigene Verpflichtungserklärung Kaution gewährt, nachdem er wegen mutmaßlicher Cyberkriminalität angeklagt wurde. Sowore, der beschuldigt wird, abwertende Äußerungen über Präsident Bola Tinubu in sozialen Medien gemacht zu haben, plädierte nicht schuldig. Das Gericht verschob den Fall auf Januar 2026.
Am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, gewährte Richter Mohammed Umar am Bundesgericht Abuja Kaution gegen eigene Verpflichtungserklärung an Omoyele Sowore, dem Organisator der #RevolutionNow-Bewegung und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten des African Action Congress 2019. Sowore, ebenfalls Verleger, wurde vom Department of State Services in einem Fünf-Anklagepunkt-Verfahren wegen mutmaßlicher Cyberkriminalität angeklagt, Az. FHC/ABJ/CR/484/2025.
Die Anklage wirft Sowore vor, gegen das Cybercrimes (Prohibition, Prevention, etc) Amendment Act, 2024, und das Criminal Code Act verstoßen zu haben, indem er abwertende Äußerungen über Präsident Bola Ahmed Tinubu in seinen Social-Media-Kanälen machte, einschließlich der Bezeichnung des Präsidenten als Kriminellen. Weitere Angeklagte sind X Incorp (ehemals Twitter) und Meta (Facebook) Incorp.
Während der Verhandlung reichte Sowores Anwalt Marshall Abubakar einen Antrag ein, der die Zuständigkeit des Gerichts anzuzweifeln. Die Staatsanwaltschaft legte Einspruch ein und wies darauf hin, dass sie die Unterlagen erst am Vormittag erhalten habe und Zeit zur Antwort benötige. Richter Umar entschied, dass der Einspruch noch nicht verhandelt werden könne, und ließ die Anklage Sowore vorlesen, der nicht schuldig plädierte.
Abubakar beantragte Kaution gegen eigene Verpflichtungserklärung, was die Staatsanwaltschaft ablehnte und argumentierte, Sowore stelle eine Fluchtgefahr dar. In seiner Entscheidung gewährte Richter Umar die Kaution gegen eigene Verpflichtungserklärung, wies Sowore jedoch an, auf Äußerungen zu verzichten, die die Öffentlichkeit gegen Präsident Tinubu aufhetzen könnten. Der Fall wurde auf den 19. Januar 2026 für die Verhandlung verschoben.
Dieser Fall beleuchtet anhaltende Spannungen um Meinungsfreiheit und Cyberregulierungen in Nigeria, wobei Sowores Aktivismus ihn oft mit den Behörden in Konflikt bringt.