Daniel Stenberg warnt vor Risiken im curl-Projekt

Daniel Stenberg, der Entwickler des weit verbreiteten Programms curl, zieht Parallelen zwischen seinem Projekt und einem Cyberangriff, der vor zwei Jahren beinahe erfolgreich gewesen wäre. In einem Interview in Huddinge betont er die Bedeutung von Vertrauen in Open-Source-Software, die das Fundament des Internets bildet. Ein Experte warnt, dass er theoretisch die Hälfte des Internets lahmlegen könnte.

Im März 2024 entdeckte Andres Freund, ein Mitarbeiter von Microsoft, eine Backdoor im Programm Xz, die von Jia Tan über mehrere Jahre hinweg unter einem Pseudonym eingeschleust worden war. Xz wird zur Datenkomprimierung auf Millionen von Servern eingesetzt. Das Update wurde im letzten Moment gestoppt, nachdem Freund Alarm geschlagen hatte, wodurch der Angriff vereitelt wurde. Daniel Stenberg, der curl seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt, sieht Ähnlichkeiten zu seinem eigenen Projekt. Curl, ein Werkzeug für den digitalen Datentransfer, wurde schätzungsweise 20 Milliarden Mal auf Geräten wie Autos, Mobiltelefonen und Hubschraubern installiert. "Es war wie ein Insider. Jemand aus dem Team. Ich habe auch Leute in meinem Projekt, die ich nicht täglich treffe. Kein Gesicht. Nur ein Online-Name", sagt Stenberg. Das Projekt begann ursprünglich, um Wechselkurse abzurufen, und basiert auf Open Source, das für Beiträge von jedermann offen ist. Stenberg merkt an, dass sich die Welt seit den Hacker-Treffen der 1990er Jahre verändert hat, doch der Reiz des Teilens bleibt bestehen. "Wir müssen etwas unternehmen, um uns vor dem Prozentsatz der Nutzer zu schützen, die versuchen, Schaden anzurichten", sagt er. Der KTH-Professor Pontus Johnson behauptet, Stenberg könnte "die Hälfte des Internets lahmlegen". Stenberg antwortet darauf: "Vertrauen ist alles, was ich hier habe. Ich kann es nicht brechen oder aufs Spiel setzen." Er räumt ein, dass eine Sicherheitslücke in Open-Source-Software schwerwiegende Folgen haben könnte, betont jedoch, dass Misstrauen deren Nutzung untergraben würde.

Verwandte Artikel

Dramatic illustration of a darknet leak of Swedish government IT data by hackers, showing computer screens with source code, passwords, and personal files.
Bild generiert von KI

Schwedische Regierungs-IT-Daten auf dem Darknet geleakt

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Eine Hackergruppe namens ByteToBreach hat sensible Informationen aus einem Regierungs-IT-System auf dem Darknet geleakt. Der Leak umfasst Quellcode, Passwörter und personenbezogene Daten einer von IT-Berater CGI Sweden verwalteten Plattform. Behörden wie Cert-SE bestätigen, dass sie von den Berichten Kenntnis haben, verweigern jedoch jeden Kommentar.

The cURL project, a key open-source networking tool, is ending its vulnerability reward program after a flood of low-quality, AI-generated reports overwhelmed its small team. Founder Daniel Stenberg cited the need to protect maintainers' mental health amid the onslaught. The decision takes effect at the end of January 2026.

Von KI berichtet

A new report from Surfshark highlights that internet censorship impacted half the world's population in 2025, affecting 4.6 billion people. The company warns that the situation is set to worsen in 2026. This assessment comes amid growing concerns over digital freedoms globally.

An open-source AI assistant originally called Clawdbot has rapidly gained popularity before undergoing two quick rebrands to OpenClaw due to trademark concerns and online disruptions. Created by developer Peter Steinberger, the tool integrates into messaging apps to automate tasks and remember conversations. Despite security issues and scams, it continues to attract enthusiasts.

Von KI berichtet

Ethereum co-founder Vitalik Buterin has voiced concerns over the European Union's Digital Services Act, warning it could eliminate space for controversial digital ideas. In a recent social media post, he advocated for greater user empowerment instead. This comes amid a surge in privacy-focused cryptocurrencies in 2025.

OpenClaw, an open-source AI project formerly known as Moltbot and Clawdbot, has surged to over 100,000 GitHub stars in less than a week. This execution engine enables AI agents to perform actions like sending emails and managing calendars on users' behalf within chat interfaces. Its rise highlights potential to simplify crypto usability while raising security concerns.

Von KI berichtet

Die EU-Kommission hat ein überarbeitetes Cybersicherheitsgesetz vorgestellt, um Angriffe besser abzuwehren und Abhängigkeiten von risikoreichen Drittländern zu reduzieren. Besonders im Fokus: Chinesische Unternehmen wie Huawei und ZTE, die beim 5G-Ausbau faktisch ausgeschlossen werden sollen. Dies folgt auf einen kürzlichen Hackerangriff auf die Eurail-Plattform.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen