Debatte über Stromsteuern für selbstversorgende Gemeinden und Solarenergie

Zwei Leserbriefe in Dagens Nyheter lösen Debatte über Stromsteuern in Schweden aus. Lars Holmberg schlägt vor, Steuervorteile für Rechenzentren zu streichen, um selbstversorgende Gemeinden zu fördern, während Anna Jerdén die Abschaffung der Solarpanel-Unterstützung kritisiert.

In einem am 5. Dezember 2025 veröffentlichten Leserbrief plädiert Lars Holmberg für eine Reform der Energiesteuer. Er schlägt vor, den ermäßigten Energiesteuersatz für Großverbraucher wie Facebooks Rechenzentren zu streichen, die nur 0,6 Öre pro Kilowattstunde (kWh) zahlen im Vergleich zu 43,9 Öre pro kWh für Haushalte und andere Unternehmen. Laut dem Schwedischen Nationalen Rechnungshof kostet dies den Staat in diesem Jahr etwa 18 Milliarden Kronen. Stattdessen sollten die Mittel Gemeinden mit eigener Kernkraft, Windkraft, Wasserkraft oder Batteriespeicher zugutekommen und sie von der Energiesteuer befreien, wenn sie jährlich selbstversorgt sind. Für die Stromgebiete 1–4 empfiehlt er Selbstversorgung mit Steuern auf importierten Strom bei Defiziten. Dies würde Gemeinden Wahlfreiheit geben und die Stromversorgungssicherheit stärken, schreibt Holmberg.

Anna Jerdén warnt derweil in einem weiteren Brief vom selben Tag vor den Folgen der Abschaffung der sogenannten „60-Öringen“ durch die Tidö-Parteien zum Jahresende. Diese Steuerermäßigung von 60 Öre pro kWh hat die Solarstromerzeugung gefördert, doch ihre Streichung würde etwa 250.000 Hausbesitzer zwingen, im Sommer für die Einspeisung ins Netz zu zahlen, wenn Überschüsse oft zu negativen Preisen führen. Jerdén fordert, dass Solarproduzenten nicht zahlen müssen, wenn Preise unter null fallen. Zum Vergleich merkt sie an, dass die Regierung neuer Kernkraft 80 Öre pro kWh garantieren will, und warnt, dass Hausbesitzer ihre Solarpaneele abbauen könnten, wenn die Änderungen wirksam werden.

Diese Briefe beleuchten Spannungen in der schwedischen Energiepolitik bezüglich Steuern und Selbstversorgung.

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