Der kenianische Bildungsminister Julius Ogamba hat die Festnahme von 78 Personen im Zusammenhang mit Betrug bei den nationalen Prüfungen 2025 bestätigt. Die Festnahmen gehen auf Lecks von Prüfungsinhalten in sozialen Medien und andere Unregelmäßigkeiten während der laufenden KCSE-Prüfungen und der kürzlich abgeschlossenen KJSEA zurück. Die Regierung gelobt, Vergehen weiter zu verfolgen, um die Integrität der Prüfungen zu wahren.
Am 15. November 2025 gab Bildungsminister Julius Ogamba bekannt, dass Sicherheitsbehörden 78 Personen festgenommen haben, die versucht hatten, die Integrität der nationalen Prüfungen Kenias 2025 zu untergraben. Diese Festnahmen hängen mit der Veröffentlichung von Prüfungsinhalten auf Social-Media-Plattformen während laufender Tests sowie anderen betrügerischen Praktiken, einschließlich Personenaustauschs, zusammen.
Ogamba betonte das Engagement des Ministeriums im Kampf gegen Unregelmäßigkeiten. „Beweisbasierte Operationen werden fortgesetzt, und weitere Täter werden der vollen Härte des Gesetzes ausgesetzt“, erklärte er. Er fügte hinzu: „Wir haben einige Fälle identifiziert, in denen Individuen soziale Medienplattformen missbrauchen, um Inhalte laufender Prüfungen offenzulegen. Unsere Sicherheitsbehörden haben schnell reagiert, und bisher haben wir 78 Personen festgenommen.“
Die Razzia findet statt, während die Kenya Certificate of Secondary Education (KCSE)-Prüfungen laufen. Die Kenya Primary School Education Assessment (KPSEA) und die erste Kenya Junior School Education Assessment (KJSEA) sind abgeschlossen, wobei die Bewertung der KJSEA bereits im Gange ist. Für die KJSEA arbeiten 11.342 Prüfer in 24 Bewertungszentren landesweit.
Trotz Fortschritten bestehen Herausforderungen. Es gab sieben Fälle von Personenaustausch bei den Bewertungen 2025, hauptsächlich Erwachsene, die sich als Kandidaten ausgaben. Zu Wochenbeginn wurden mehrere Personen festgenommen, die versuchten, Prüfungen im Namen echter Kandidaten abzulegen.
Gemäß dem Kenya National Examinations Act von 2012 drohen Verurteilten die Ungültigkeitserklärung der Ergebnisse, ein Verbot zukünftiger Prüfungen und Strafverfolgung. Kandidaten, die beim Betrug erwischt werden, dürfen nationale Prüfungen bis zu drei Jahre lang nicht ablegen.
Zur Verhinderung von Betrug hat das Ministerium Maßnahmen wie obligatorische bewaffnete Eskorten für Zentrenleiter beim Transport von Prüfungsmaterialien, den Einsatz offizieller Fahrzeuge für die Logistik und ein vollständiges Handyverbot in Prüfungszentren eingeführt.