Die Fifa will die Kluben-WM von 32 auf 48 Teams für die Ausgabe 2029 erweitern, nach dem als erfolgreich empfundenen Turnier 2025 in den USA. Der Verband erwägt auch, das Event zweijährig zu machen und verschiedene Austragungsoptionen zu prüfen, trotz Widerstands der Uefa wegen Spielplanstaus. Die Prämienverteilung der Vorjahresausgabe ist noch offen, mit 212 Millionen Euro Solidaritätszahlungen ausstehend.
Die Kluben-WM 2025 in den USA mit 32 Teams endete mit dem 3:0-Sieg von Chelsea über Paris Saint-Germain im Finale in New Jersey. Das Event brachte hohe Einnahmen, darunter ein TV-Deal mit DAZN über rund 900 Millionen Euro, unterstützt vom Public Investment Fund Saudi-Arabiens, obwohl es kostenlos in der DAZN-App lief. Die Fifa senkte Ticketpreise auf ca. 10 Dollar für einige Spiele wegen geringer Zuschauerzahlen in leeren Stadien. Berichte von Marca deuten darauf hin, dass die Fifa das Turnier um 50 % auf 48 Teams 2029 ausweiten möchte, ähnlich wie bei der WM. Die nächste Ausgabe ist vor der WM 2030 geplant, die in Portugal, Spanien und Marokko stattfindet. Mögliche Austragungsorte sind Spanien und Marokko als Probe, oder Rückkehr in die USA. Es gibt Vorschläge, die Kluben-WM alle zwei Jahre auszutragen, beeinflusst von Klubs wie Real Madrid. England wird ebenfalls als möglicher Gastgeber genannt. Die Uefa, die 2025 mit 12 Teams – der meisten aus einer Konföderation – vertreten war, lehnt die Ausweitung wegen erhöhter Spielplanbelastung ab. Der damalige Real-Trainer Carlo Ancelotti kritisierte die Zusatzspiele letztes Jahr, zog die Aussage aber zurück. Die Uefa hat kürzlich vier Play-off-Spiele extra in der Champions League hinzugefügt. Finanziell verdiente Chelsea als Sieger 85 Millionen Pfund Prämengeld, europäische Teilnehmer bekamen je nach Ranking und Kommerz zwischen 13 und 38 Millionen Dollar. Gruppensiege brachten 2 Millionen Dollar, Unentschieden 1 Million, Weiterkommen steigende Summen bis 40 Millionen für den Meister – potenziell 91 Millionen Pfund zum aktuellen Kurs für einen Sieger wie Manchester United. Frustration wächst jedoch über die ausstehenden 212 Millionen Euro Solidaritätszahlungen an Verbände, ca. 57.300 Euro pro Erstligisten weltweit. Die Fifa zielt auf einen Prämientopf von 750 Millionen Pfund ab, doch Experten wie Kieran Maguire von der University of Liverpool nennen die 2025-Ausgabe einen 'Schwindel' zur Legitimation. Er bemerkt, dass große Spiele in potenziellen Gastgebern wie England Publikum ziehen könnten, aber volle Stadien bei 48 Teams unwahrscheinlich sind, und Kalenderanpassungen nötig werden könnten.