Fünf Menschen wurden am Montag nach einer Massenkarambolage auf der E22 in Blekinge bei Sölvesborg ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Zeugenaussagen wirbelten starke Winde Sand auf, was die Sicht für die Autofahrer plötzlich stark einschränkte. Die Straße war für mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt.
Ein Auffahrunfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 15 Uhr auf der E22 kurz vor Sölvesborg, bei dem 15 bis 16 Fahrzeuge und etwa 30 Personen involviert waren. Fünf Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, über die Schwere ihrer Verletzungen ist jedoch noch nichts Näheres bekannt. Die Polizei teilte mit, dass die Fahrzeuge auf beiden Seiten der Mittelleitplanke in beide Richtungen verunfallten; ob der Sand die Unfallursache war, ist noch nicht bestätigt.
Autofahrer berichteten von einem plötzlichen Sichtverlust. "Es war, als würde man in eine Wand fahren, bei der die Sicht innerhalb einer Millisekunde auf null sank", sagte ein Autofahrer gegenüber Sydöstran. Maryam Ramadhan, die an der Unfallstelle vorbeikam, sagte gegenüber SVT Nyheter: "Es sah aus wie Nebel. Wir näherten uns und plötzlich steckten wir mittendrin; so etwas habe ich noch nie erlebt." Sie beschrieb die Sandwolke als eine Wand, bei der man kaum einen halben Meter weit sehen konnte.
Die Rettungskräfte bestätigten, dass starke Winde Sand von den Feldern geweht hatten, was laut der Einsatzleiterin Johanna Månsson zu sehr schlechten Sichtverhältnissen führte. Die Straße wurde nach dem Alarm um 15:15 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Einsatzleiter Peter Jönsson gab an, dass 24 Personen zur Informationsaufnahme mit einem Bus nach Sölvesborg gebracht würden; die Arbeiten dauerten voraussichtlich bis 20 Uhr an.
Der Verkehr wurde umgeleitet, und die Straße wurde laut Daniel Mossberg von Trafikverket gegen 22 Uhr wieder freigegeben, nachdem Trümmer beseitigt und die Mittelleitplanke repariert worden waren. Die Polizei schloss ihre Arbeiten am Unfallort um 19 Uhr ab; die Ermittlungen dauern an.