Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission hat Schreiben an große Zahlungsdienstleister gesendet, in denen sie davor warnt, Dienstleistungen aufgrund politischer oder religiöser Ansichten zu verweigern. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Einschränkungen, die Videospielentwickler und Plattformen betreffen. Der Vorsitzende der FTC, Andrew N. Ferguson, berief sich zur Unterstreichung dieser Richtlinie auf eine Executive Order von Präsident Trump.
Die Federal Trade Commission (FTC) hat diese Woche Unternehmen wie Mastercard, Visa, Stripe und PayPal davor gewarnt, den Zugang zu Dienstleistungen aufgrund der politischen oder religiösen Ansichten von Einzelpersonen einzuschränken. In einem vom Vorsitzenden Andrew N. Ferguson verfassten Schreiben betonte die FTC die Bedeutung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen für gesetzestreue Bürger. Ferguson schrieb: 'Die volle Teilhabe am Wirtschafts- und öffentlichen Leben erfordert notwendigerweise, dass gesetzestreue Personen Zugang zu unserem Finanzsystem haben und frei daran teilnehmen können.' Er fügte hinzu, dass die Verweigerung von Dienstleistungen aufgrund von 'politischen Zugehörigkeiten, religiösen Überzeugungen oder rechtmäßigen Geschäftsaktivitäten' gegen eine Executive Order von Präsident Trump zum Thema Debanking vom 7. August 2025 verstößt, wie zuerst von Eurogamer.net berichtet wurde. Dieser Eingriff adressiert eine Krise bei den Zahlungsdienstleistern in der Videospielindustrie. Plattformen wie Itch.io stellten die Anzeige von NSFW-Spielen ein, nachdem Stripe auf Einschränkungen durch Bankpartner bezüglich sexuell expliziter Inhalte verwiesen hatte. Valve passte das Spieleangebot auf Steam an, nachdem Berichten zufolge Druck von Mastercard ausgeübt wurde, was das Unternehmen jedoch bestritt. Entwickler und Spieler haben scharfen Protest geäußert, wobei insbesondere queere Kreative darauf hinwiesen, dass ihre Lebensgrundlage durch diese Änderungen bedroht sei. Die Haltung der FTC könnte den Druck auf Indie-Entwickler weltweit verringern, wenngleich die Auswirkungen abzuwarten bleiben.