G20 nimmt Afrika-Engagement-Rahmenwerk an, um Kapitalkosten zu senken

Der G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Südafrika hat ein Afrika-Engagement-Rahmenwerk verabschiedet, das darauf abzielt, die wirtschaftlichen Herausforderungen des Kontinents anzugehen. Die Führer brachen mit der Tradition, indem sie trotz US-Widerstands am ersten Tag eine Erklärung veröffentlichten. Die Unterstützung Norwegens und der EU unterstreicht den Fokus des Gipfels auf afrikanische Prioritäten.

Der G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, von Südafrika seit Dezember 2024 ausgerichtet, beendete seine zweitägige Sitzung am Sonntag mit bedeutenden Ergebnissen für Afrika. Der norwegische Botschafter in Südafrika, Gjermund Saether, lobte die Gastgeber für die Annahme des Afrika-Engagement-Rahmenwerks, das zentrale Probleme wie fiskalische und makroökonomische Herausforderungen, bessere institutionelle Governance, niedrigere Kapitalkosten und gesteigerte Finanzierung des Privatsektors adressiert.

Saether hob die Erfolge Südafrikas unter seiner Präsidentschaft hervor und erklärte, dass diese Norwegen zusätzlichen Anreiz bieten, Investitionen in Pretoria und im weiteren Afrika auszubauen. Der Gipfel wich von den Gepflogenheiten ab, indem er am Samstag, dem Eröffnungstag, eine Erklärung billigte, statt am Ende. Dies geschah trotz Widerstands aus den Vereinigten Staaten, wo Präsident Donald Trump fernblieb.

Die Politikanalystin Dr. Thelela Ngcetane-Vika betonte die starke Präsenz der Europäischen Union als entscheidend, insbesondere angesichts der US-Abwesenheit. Sie hob eine gemeinsame Erklärung von Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, deutschem Bundeskanzler Friedrich Merz und französischem Präsident Emmanuel Macron hervor, die die Legitimität des G20 stärkt. Zur Nichtteilnahme Chinas merkte Ngcetane-Vika an, dass Peking hochrangige Delegationen entsandte und ein standhafter Unterstützer Südafrikas bleibt.

Die Erklärung skizziert Maßnahmen gegen Klimakatastrophen und hohe Staatsverschuldung sowie andere globale Anliegen. Eine formelle Übergabe an die US-Präsidentschaft erscheint derzeit unwahrscheinlich. Das Ereignis unterstreicht die wachsende Rolle Afrikas in internationalen Foren, mit Südafrika als Lenker der Debatten hin zu kontinentaler Entwicklung.

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