NBA-Legende George Gervin wehrt sich gegen den Versuch von Chicago-Bears-Quarterback Caleb Williams, sich den Spitznamen „Iceman“ als Marke schützen zu lassen. Gervin, der diesen Namen bereits während seiner gesamten Karriere trug, reichte kurz nach Williams seine eigenen Anträge ein. Der Streit wird nun vor dem United States Patent and Trademark Office verhandelt.
George Gervin, ein Mitglied der Hall of Fame, der während seiner 14-jährigen NBA-Karriere bei den Virginia Squires, San Antonio Spurs und Chicago Bulls als „Iceman“ bekannt wurde, hat Markenanmeldungen eingereicht, um Caleb Williams daran zu hindern, sich die Rechte an demselben Spitznamen zu sichern. Williams, der Quarterback der Chicago Bears, erhielt den Beinamen „Iceman“ in der vergangenen Saison durch seine Heldentaten in der Schlussphase von Spielen, unter anderem durch einen Torjubel, bei dem er die Arme vor der Brust verschränkte und ein „Brr“-Geräusch machte, um „Eis in seinen Adern“ zu signalisieren. Laut der Chicago Sun-Times reichte Williams vier Anträge ein, die den Namen, ein Logo und zwei Silhouetten umfassen, welche einen spektakulären Pass auf Rome Odunze beim Playoff-Sieg der Bears gegen die Green Bay Packers zeigen. Diese würden sich auf verschiedene Waren und Dienstleistungen im Handel beziehen. Gervin beantragte nur vier Tage später den Schutz für „Iceman“ und „Iceman 44“ und wies in seinen Unterlagen darauf hin, dass er den Spitznamen bereits 1979 erstmals für Waren und Dienstleistungen verwendet habe – 22 Jahre bevor Williams geboren wurde. Jerald Barisano, Präsident und CEO von Gervin Global Management, erklärte gegenüber der Sun-Times, dass die Verzögerung auf ein Missverständnis nach dem Tod eines Geschäftspartners zurückzuführen sei, von dem er annahm, er habe die Marke bereits gesichert. „Wir hoffen, dass die Prüfer das Richtige tun“, sagte Barisano. „Sie müssen nur eine Google-Suche durchführen und werden Hunderte von Artikeln über den ‚Iceman‘, George Gervin, finden.“ Gervin selbst drückte seinen Respekt für Williams aus und sagte der Sun-Times: „Ich habe nichts als Respekt für ihn. Er hat seine Größe bereits bewiesen und sein Potenzial ist enorm. Wie ein ‚Iceman‘. Aber dieser Name ist bereits vergeben. … Ich sage nur: Junger Mann, wir haben bereits einen ‚Iceman‘.“ Das United States Patent and Trademark Office wird die Anträge prüfen, ein Prozess, der ein Jahr oder länger dauern kann, gefolgt von einer 30-tägigen Einspruchsfrist, falls die Anmeldung genehmigt wird. Während sich Sportler häufig Spitznamen teilen – wie beispielsweise LT für Lawrence Taylor und LaDainian Tomlinson oder King für LeBron James und Henrik Lundqvist – liegt der Kern des Problems hier in den Markenrechten für die kommerzielle Nutzung.