Die schwedische Klimaktivistin Greta Thunberg wurde für 48 Stunden von Venedig ausgeschlossen, nachdem sie eine Protestaktion leitete, bei der grüne Flüssigkeit in den Canal Grande gegossen wurde. Die Aktion führte Extinction Rebellion auf der Rialtobrücke samstagsmorgens durch. Lokale Behörden verurteilen den Akt als Vandalismus.
Am Samstagmorgen führten 37 Aktivisten aus dem Extinction-Rebellion-Netzwerk eine Protestaktion auf der berühmten Rialtobrücke über den Canal Grande in Venedig durch. Sie gossen grüne Flüssigkeit aus fünf Fässern gleichzeitig und färbten das Kanalwasser in Brückennähe knallgrün. An der Brücke wurde ein Banner mit der Aufschrift „Stop the ecocide“ angebracht, was „stoppt den Ökozid“ bedeutet, also großflächige Umweltzerstörung.
Greta Thunberg soll die Aktivisten angeführt haben. Alle Teilnehmer, einschließlich Thunberg, wurden von der Polizei vom Ort entfernt. Die Gemeinde erteilte ihnen ein Wiedereinfahrtsverbot für Venedig für 48 Stunden und stellte sie wegen ungenehmigter Demonstration an. Musikinstrumente und Banner wurden beschlagnahmt, die Teilnehmer identifiziert. Thunberg zeigte keine Dokumente vor, gab aber ihre persönlichen Daten mündlich an, berichtet die italienische Zeitung Corriere del Veneto.
Es wurde kein Umwelt-delikt festgestellt, da die grüne Substanz keine schädlichen Wirkungen hatte. Der Regionalpräsident der Veneto-Region Luca Zaia verurteilte die Aktion in einer Erklärung: „Noch ein Akt, der unsere Städte verletzt, ein weiterer Angriff auf das Herz unseres Erbes. Ich verurteile diese Raids aufs Schärfste; Vandalismus kann die Umwelt nicht schützen.“
Die Aktion zielte darauf ab, Umweltzerstörung anzuprangern, Kritiker sehen sie jedoch als schädlich für das kulturelle Erbe der Stadt an.