Naturschützer in Hessen rufen dazu auf, Wildtiere mit Wasserstellen zu unterstützen. Gleichzeitig warnen Ärzte vor hitzebedingten Todesfällen bei älteren Menschen.
Angesichts der anhaltenden Hitze in Deutschland fordern Naturschützer besondere Aufmerksamkeit für Wildtiere. Josephin Bruhn vom BUND Hessen empfiehlt, flache Wasserschalen für Tiere wie Igel und Vögel aufzustellen. Maik Sommerhage vom Nabu Hessen rät, Insekten mit Ästen oder Steinen in Wasserstellen Landeplätze zu bieten und Hecken erst nach der Brutzeit ab Ende Juli zu schneiden.
In Europa erreichen Temperaturen 35 bis 41 Grad. Greenpeace misst in Rom Bodentemperaturen bis 104 Grad Celsius. Am Mont Blanc erschwert matschiger Schnee Bergtouren.
Ärzte berichten von hitzebedingten Todesfällen. Notarzt Jörg Schmid aus München sagt, alte Menschen verdursteten in überhitzten Wohnungen. Das Robert Koch-Institut zählte im Vorjahr rund 2500 hitzebedingte Sterbefälle. Forscher der World Weather Attribution sehen die aktuelle Hitzewelle ohne Klimawandel als nahezu unmöglich an.