Hokkaido-Gouverneur Naomichi Suzuki plant die Genehmigung für den Neustart des Reaktors Nr. 3 im Kernkraftwerk Tomari, das von Hokkaido Electric Power Co. betrieben wird. Dieser Schritt könnte die Stromgebühren für Haushalte um etwa 11 Prozent senken, wobei der Betriebsstart für Anfang 2027 geplant ist. Lokale Zustimmungen werden eingeholt, und Sicherheitsaufklärungen bei den Anwohnern sind abgeschlossen.
Hokkaido-Gouverneur Naomichi Suzuki beabsichtigt, nach Beratungen in der Präfekturversammlung eine endgültige Entscheidung zur Genehmigung des Neustarts des Reaktors Nr. 3 im von Hokkaido Electric Power Co. betriebenen Kernkraftwerk Tomari anzukündigen. Laut informierten Quellen hat Vizegouverneur Tsuyoshi Mitsuhashi einer parlamentarischen Gruppe mit Mehrheit, einschließlich der Liberaldemokratischen Partei, mitgeteilt, dass der Gouverneur der Ansicht ist, "der Neustart sei angesichts realistischer Optionen unvermeidbar". Die Mitglieder der Gruppe planen demnach zuzustimmen und die Meinung des Gouverneurs zu berücksichtigen.
Suzuki wird voraussichtlich seine Ansichten in einer Plenarversammlung der Versammlung spätestens am Freitag erläutern und seine endgültige Entscheidung spätestens im Dezember treffen, nachdem er die Meinungen der Mitglieder gehört hat. Bisher hatte der Gouverneur klare Aussagen vermieden und erklärt, er werde umfassend nach Rücksprache mit Anwohnern, Versammlung und Kommunen entscheiden.
Dies geschieht inmitten laufender Projekte für eine fortschrittliche Halbleiterfertigungsanlage und ein Rechenzentrum in Hokkaido, die den Strombedarf steigern sollen. Die Präfekturregierung hat Sicherheitsmaßnahmen gegenüber den Anwohnern erläutert. Auch die Zustimmung lokaler Gemeinden ist erforderlich; Tetsunori Takahashi, Bürgermeister von Tomari, wo sich das Werk befindet, stimmte am 17. November zu.
Das Tomari-Werk hat drei Reaktoren, wobei Nr. 3 im Mai 2012 abgeschaltet wurde. HEPCO beantragte im Juli 2013 eine Sicherheitsprüfung bei der Atomaufsichtsbehörde, doch der Prozess zog sich hin wegen Erklärungen zu fehlenden Verwerfungen unter dem Standort. Es bestand die Prüfung im Juli dieses Jahres. Das Unternehmen zielt auf Neustarts der Reaktoren Nr. 1 und 2 ab, die kurz nach dem Großen Ostjapan-Erdbeben 2011 abgeschaltet wurden, für Anfang der 2030er Jahre.
Nach dem Neustart plant das Unternehmen, Haushaltsstromtarife um etwa 11 Prozent zu senken. Ein Wellenbrecher gegen Tsunamis wird errichtet und soll bis März 2027 fertiggestellt sein; Verzögerungen könnten den Neustart verschieben.