Der Präsidentschaftskandidat José Antonio Kast traf sich am Montag mit der ehemaligen First Lady Cecilia Morel und den Kindern des verstorbenen Ex-Präsidenten Sebastián Piñera, um ihr Bekenntnis zur Unterstützung vor der Stichwahl offiziell zu machen. Das einstündige Treffen diskutierte nationale Herausforderungen, die Rolle der First Lady und Bildung. Trotz früherer Differenzen betonte die Familie die Notwendigkeit der Einheit gegen den Officialismus.
Das Treffen fand um ca. 16:40 Uhr im Haus von Sebastián Piñera statt, gelegen in Camino La Viña 11.381, in der Gemeinde Las Condes, Santiago. Kast kam begleitet von seiner Frau María Pía Adriasola an und wurde von Cecilia Morel sowie ihren Kindern Magdalena, Sebastián und Cristóbal Piñera empfangen. Die Zusammenkunft dauerte etwa eine Stunde und endete mit einem Pressepunkt, bei dem Themen wie frühere Kampagnen, soziale Unterstützung durch die Rolle der First Lady und Bildung – ein Thema, das der Familie Piñera nahesteht – hervorgehoben wurden.
Magdalena Piñera beschrieb das Treffen als „sehr freundlich, sehr interessant“ und bemerkte: „Meine Mutter und Pía haben viel über die Rolle und Bedeutung der First Lady und die soziale Unterstützung gesprochen, die man von dort in der Bildung leisten kann.“ Kast dankte ihnen: „Was sie als Familie für Chile geleistet haben und dass sie uns so herzlich empfangen haben, danken wir ihnen sehr zusammen mit Pía.“ Cecilia Morel räumte frühere Differenzen ein, sagte aber: „Es gibt Unterschiede, wir haben alle welche, aber zweifellos zählt das Rückgrat, und hier steht etwas Fundamentales für unser Land auf dem Spiel, nämlich das Modell, das wir für die Zukunft wollen.“ Sie fügte hinzu, dass die Unterstützung „bedingungslos“ sei, „wir haben keine Position, nichts“.
Die Geschichte zwischen Kast und Piñera umfasst Spannungen, wie im März 2020, als Kast sich während des sozialen Ausbruchs und der Pandemiekrise gegen Piñeras Regierung stellte und erklärte: „Diese Regierung hat ihr politisches Kapital verschwendet und sich linken Ideen ergeben, die dem Land so viel Schaden zufügen.“ 2018 hatte Morel Kast kritisiert, weil er „eine Sensibilität“ vertrete, „die ich nicht wachsen sehen möchte“. Trotzdem zielt das Treffen auf Einheit im Sektor vor der Stichwahl am 14. Dezember ab, in der Kast auf Jeannette Jara trifft.
Am selben Tag traf sich Kast auch mit Führern der Democratas, wie der Senatorin Ximena Rincón, um programmatische Vorschläge zu besprechen, allerdings noch ohne formelle Unterstützung. Zudem traf er den salvadorianischen Sicherheitsminister Gustavo Villatoro und kritisierte Präsident Gabriel Boric wegen der Grenzsituation mit Peru.