Nach ihrem widerwilligen Einstieg ins Regiefach —wie um die Netflix-Premiere des Films im Dezember enthüllt—, hat Kate Winslet Einblicke aus ihrem Debüt hinter der Kamera bei Goodbye June geteilt, einem intimen Familiendrama, geschrieben von ihrem Sohn Joe Anders. Die Geschichte beleuchtet ein Familienzusammentreffen inmitten der unheilbaren Krankheit der Matriarchin und zieht aus Winslets persönlichen Erfahrungen, einschließlich des Verlusts ihrer Mutter 2017.
Kate Winslet, die Oscar-prämierte Schauspielerin aus «The Reader» von 2008, hat für Netflix' «Goodbye June» hinter die Kamera gegriffen, das sich um eine Familie dreht, die mit Trauer umgeht. Die Ensemble-Besetzung umfasst Helen Mirren, Toni Collette, Timothy Spall, Andrea Riseborough und Winslet selbst.
Nun in ihrem 50. Lebensjahr hat Winslet das Projekt nach der Priorisierung der Mutterschaft terminiert. «Regie ist ein Ganzjahresengagement, manchmal länger», sagte sie in einem Variety-Interview. «Aber die Sterne standen günstig, und in meinem 50. Jahr muss ich es verdammt noch mal machen — und ich habe es geliebt.»
Mit 30 Jahren Schauspielerfahrung schuf Winslet eine unterstützende Drehatmosphäre. Sie verzichtete auf Oberlicht-Boom-Mikrofone zugunsten versteckter, um Ablenkungen zu minimieren, insbesondere für Kinderdarsteller. Intime Szenen —wie zwischen Mirren und Spall oder Collette und Mirren— nutzten abgesperrte Kameras und geräumte Teams. «Ich wollte den Raum entwaffnen», erklärte Winslet. «Die Dinge entfernen, die Schauspieler aus sich herausholen.»
Die 35-tägigen Dreharbeiten reservierten nur 16 Tage für Mirren und erforderten enge Planung mit Kameramann Alvin Küchler. Beim Schnitt mit Lucia Zucchetti nutzte Winslets fotografisches Gedächtnis für emotionale Auswahlen. Sie webte Humor in die Trauer ein, passend zu den letzten leichten Momenten ihrer Mutter.
Sich selbst zu inszenieren war knifflig; sie filmte andere zuerst vor ihren Szenen. Die Zusammenarbeit mit Sohn Anders erzeugte besondere kreative Austausche ohne vorgegebene Methoden. Winslet lobte Spalls nuancierten stummen Herzschmerz.
Visuell priorisiert der Film Familiendynamiken vor Krankheit und nutzt Raum für emotionale Distanz. «Selbst wenn du sagst, ich habe einen Film gedreht, spüre ich fast die Nachbeben», staunte Winslet. Sie plant mehr Regiearbeit inmitten von Projekten wie «Avatar: Fire and Ash».
Winslets empathischer Ansatz signalisiert eine kühne Karrierewende.