Der Parteitag der Christdemokraten in Linköping stimmte für ein Verbot von Burkas und Niqabs in öffentlichen Räumen, einschließlich anderer Gesichtsbedeckungen. Parteichefin Ebba Busch sieht das Verbot als Mittel gegen die Unterdrückung von Frauen. Ein Spitzenpolitiker öffnet die Tür für eine Diskussion über ein Hijab-Verbot in der Zukunft.
Am Freitag, dem 14. November 2025, stimmte der nationale Parteitag der Christdemokraten (KD) in Linköping für ein Verbot von Burkas und Niqabs in öffentlichen Räumen. Der Vorschlag, Teil eines Programms mit über 60 Punkten zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, umfasst auch „andere Gesichtsbedeckungen“. Die Abstimmung endete mit 140 Ja-Stimmen und 128 Nein-Stimmen, trotz des Widerstands des Parteivorstands gegen die Ergänzung.
Die Gesundheitsministerin Elisabeth Lann sprach sich gegen die Erweiterung aus und sagte: „Es geht hier nicht um wertneutrale Kleidungsstücke.“ Sie erklärte, dass Burkas und Niqabs nicht mit einem Buff gegen die Kälte vergleichbar seien. Parteichefin Ebba Busch bezeichnete die Burka als „die ultimative Form der Unterdrückung von Frauen“ und glaubt, dass das Verbot mit den Tidö-Parteien umgesetzt werden kann, falls sie die Wahl gewinnen. „Man muss sich bewusst sein, dass es gegenteilige Signale sendet“, sagte sie.
In der Debatte wurden keine Gegner gehört. Max Pelin aus der KD-Jugendorganisation nannte die Burka „eine Anomalie in der schwedischen Gesellschaft“. Der Zweck des erweiterten Vorschlags ist es, Diskussionen über Einschränkungen der Religionsfreiheit zu vermeiden.
Nach der Abstimmung kommentierte die KD-EU-Abgeordnete Alice Teodorescu Måwe, dass ein Hijab-Verbot nicht ausgeschlossen sei. „Man sollte nichts ausschließen, und ich denke, es ist wichtig, dass Politiker immer auf die gesellschaftliche Entwicklung eingestimmt sind“, sagte sie. Sie fügte hinzu: „Nichts ist je ausgeschlossen.“ Teodorescu Måwe beschrieb das Thema als schwierig, das Aspekte von Religionsfreiheit und Ehrkultur umfasst. „Das ist nur der Anfang einer Diskussion, um sicherzustellen, dass Menschen in Schweden frei in ihren Entscheidungen sind“, fuhr sie fort.
Das Programm umfasst auch Vorschläge für „gesunden Patriotismus“, Unterstützung für Vereine und Zivilschutztraining für Jugendliche. KD setzt sich bereits für ein Verbot von Burkas und Niqabs für öffentliche Bedienstete ein.