Der britische König Charles und Königin Camilla sind am 27. April zu einem viertägigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen. Es ist der erste Besuch eines britischen Monarchen seit zwei Jahrzehnten, der zudem den 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit markiert. Die Reise erregte nach einer Schießerei beim White House Correspondents' Dinner sowie aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen den USA und Großbritannien bezüglich des Krieges gegen den Iran zusätzliche Aufmerksamkeit.
König Charles und Königin Camilla landeten gegen 14:30 Uhr ET auf der Joint Base Andrews. Sie wurden von US-amerikanischen diplomatischen, staatlichen und föderalen Vertretern sowie hochrangigen Mitarbeitern der britischen Botschaft begrüßt. Kinder aus britischen Militärfamilien überreichten Blumen, während eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder spielte. Der König trug einen marineblauen Anzug, die Königin hatte sich für ein rosafarbenes Kleid entschieden. Anschließend begaben sie sich für ein privates Treffen mit Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump zum Weißen Haus. Das Programm umfasst eine Rede des Königs vor dem Kongress – der zweite Fall dieser Art für einen britischen Monarchen –, ein Staatsbankett im Weißen Haus sowie Besuche in New York City und Virginia. In New York werden sie des 25. Jahrestages der Anschläge vom 11. September gedenken, wobei die Königin auch das hundertjährige Bestehen der Winnie-Puuh-Geschichten würdigen wird. In Virginia wird der König Naturschützer treffen. Der Besuch findet vor dem Hintergrund einer Schießerei am Samstag beim White House Correspondents' Dinner statt, bei der Präsident Trump und Mitglieder der Regierung nach Angaben von Beamten wahrscheinlich die Ziele waren. Auch aufgrund des US-israelischen Krieges gegen den Iran sind die Spannungen gestiegen, wobei Trump der britischen Regierung mangelnde Unterstützung vorwarf. Der Buckingham Palace bestätigte, dass die Reise wie geplant fortgesetzt wird. „Der König und die Königin sind all jenen sehr dankbar, die mit Hochdruck daran gearbeitet haben, dass dies so bleibt, und freuen sich darauf, dass der Besuch morgen beginnt“, sagte ein Sprecher des Palastes. Der britische Botschafter in den USA, Christian Turner, betonte die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte und fügte hinzu: „Keep calm, carry on.“