Liverpool-Kapitän Virgil van Dijk äußerte Enttäuschung über das 1:1-Unentschieden in der Premier League gegen Burnley, drängte aber zu schneller Erholung für das bevorstehende Champions-League-Spiel gegen Marseille. Stürmer Hugo Ekitiké teilte seine Vorfreude auf das Spiel im Vélodrome, wo er schöne Erinnerungen hat. Die Reds liegen auf Platz neun in der Champions-League-Ligaphase, drei Punkte vor Platz 16 Marseille.
Das frustrierende 1:1-Unentschieden von Liverpool zu Hause gegen Burnley am Samstag hob Verbesserungsbereiche hervor, während das Team den Fokus auf die Champions League verlagert. Die Reds gingen durch den klinischen Treffer von Florian Wirtz in der ersten Halbzeit in Führung, nachdem Dominik Szoboszlais Elfmeter die Latte traf. Marcus Edwards glich jedoch nach der Pause für die Gäste aus, und Liverpool fand trotz Dominanz keinen Siegereffekt. Kapitän Virgil van Dijk war in seiner Nachspielanalyse offen und sagte: „Man spielt Spiele, um sie zu gewinnen, besonders zu Hause... Deshalb bin ich momentan sehr enttäuscht. Aber ich kann nicht, wir können nicht enttäuscht bleiben. Wir müssen das umdrehen. Und die nächste Chance kommt in drei Tagen.“ Er betonte persönliche Verantwortung und fügte hinzu: „Ich habe diese Verantwortung auch gegenüber unseren Fans... in Topform zu sein. Also muss ich mich erholen, mental bereit sein.“ Van Dijk wies auch auf taktische Lücken hin: „Ich bin frustriert, dass wir nach 60 Minuten schlampig wurden. Es ist nicht das erste Mal, also müssen wir das angehen.“ Das Team bereitet sich nun auf das Auswärtsspiel am Mittwoch gegen Marseille unter Roberto De Zerbi vor, das Van Dijk als „sehr, sehr schwierig“ einschätzt wegen Atmosphäre und Gegnerstil. In der Champions-League-Ligaphase braucht Liverpool nur einen Punkt aus den letzten zwei Spielen für mindestens die Play-off-Plätze der K.o.-Runde. Sie liegen aktuell Neunter, außerhalb der Top 8 nur auf Tordifferenz, direkte Achtelfinalqualifikation möglich. Marseille, 16. mit neun Punkten aus sechs Spielen, drei Punkte zurück. Liverpool-Stürmer Hugo Ekitiké, Karrierebeginn bei Reims vor PSG-Stationen, zeigte Begeisterung. Zu Canal Plus sagte er: „Ich freue mich auf dieses Spiel (gegen Marseille). Marseille ist ein Verein, den ich seit Kindheit schaue… Ich liebe das Vélodrome.“ Ekitiké spielte zweimal dort – Tor bei 1:1 für Reims und im 1:2-Coupe-de-France-Niederlage des PSG – und ergänzte: „Ein prächtiges Stadion mit verrückten Fans. Ich denke, ich werde gut empfangen. Kein Hass. Ich habe Marseille immer gemocht.“ Dieses Duell ist das vorletzte Ligaphasen-Spiel beider, mit Auswirkungen auf das Weiterkommen.