Der französische Präsident Emmanuel Macron hat während seines Besuchs in Südafrika zum G20-Gipfel Bedenken über den eskalierenden Bürgerkrieg im Sudan und die fragile Lage im Libanon geäußert. Er forderte einen Waffenstillstand im Sudan und drängte die rivalisierenden Generäle, humanitäre Hilfe zuzulassen. Zum Libanon erklärte er, dass die Souveränität vom Abrüsten der Hisbollah inmitten des laufenden Konflikts mit Israel abhängt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bei seiner Teilnahme am G20-Gipfel in Johannesburg, Südafrika, erhebliche Bedenken hinsichtlich der Krisen im Sudan und des Israel-Libanon-Konflikts geäußert. Der Gipfel findet im Nasrec statt und soll am Sonntag enden.
Macron hob hervor, dass der innere Zwist im Sudan zu einem vollwertigen Bürgerkrieg eskaliert ist. Er betonte die Notwendigkeit, dass die rivalisierenden Generäle Abdel Fattah al-Burhan und Mohamed Hamdan Dagalo eine Vereinbarung aushandeln, die humanitäre Hilfe den Betroffenen zukommen lässt. „Der Konflikt im Sudan hat sich nun zu einem vollständigen Bürgerkrieg entwickelt“, sagte Macron und unterstrich die Dringlichkeit eines Waffenstillstands zur Bewältigung der humanitären Krise.
Zum Libanon beschrieb Macron die Lage als fragil nach anhaltenden Kämpfen zwischen Hisbollah und Israel seit Oktober 2023. Er erklärte, dass der Libanon seine Souveränität nur wiedererlangen könne, wenn die Hisbollah die Waffen niederlegt, und verwies auf die Rolle der Gruppe bei den anhaltenden Spannungen.
Diese Äußerungen fallen mit der Zusammenkunft der Weltführer in Johannesburg zur Diskussion globaler Themen zusammen, wobei Macron die Gastgeberschaft Südafrikas lobte. Die Kommentare des französischen Präsidenten spiegeln breitere internationale Bemühungen wider, Konflikte im Nahen Osten und in Afrika zu entschärfen, obwohl konkrete Ergebnisse aus den G20-Diskussionen zu diesen Angelegenheiten noch ausstehen.