Ebba Busch von den Christdemokraten hat die Tür für zukünftige Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten geöffnet, was Lob von Magdalena Andersson hervorruft. Andersson beschreibt Busch als pragmatischere Politikerin, bemerkt jedoch, dass eine gemeinsame Regierung weiterhin unwahrscheinlich ist. Die Moderaten kritisieren den Schritt als Risiko für rote Politik.
In einem Interview mit Svenska Dagbladet am 10. November 2025 erklärt Ebba Busch (KD), dass ihre Partei den Sozialdemokraten «sehr nahe» stehe im Vergleich zu früher und nach der Wahl mehrere Optionen offenhalten wolle. Auf die Frage, ob sie Magdalena Andersson (S) als Ministerpräsidentin unterstützen könnte, sagt Busch: «Bin ich besonders erpicht darauf, dass Magdalena Andersson erneut Ministerpräsidentin wird? Nein. Aber ich möchte breitere Abkommen zu zentralen Themen ermöglichen. Und ich möchte mehrere Optionen haben, falls nötig.» Sie fügt hinzu, dass sie «große Schwierigkeiten» sehe, wie eine solche Zusammenarbeit funktionieren könnte, aber die Tür nicht vollständig zuschlagen wolle.
Magdalena Andersson begrüßt Buschs Annäherung und lobt sie in einem Kommentar zu SvD: «Ebba hat sich in den Jahren als Ministerin zu einer pragmatischeren Politikerin entwickelt. Lösungsorientiert. Wir hatten durch diese Energieg Gespräche ziemlich viel Kontakt, und dort habe ich auch gesehen, dass sie sehr konstruktiv war und wirklich das Beste für Schweden im Sinn hatte.» Andersson betont Offenheit für Zusammenarbeit mit allen Parteien außer den Schwedendemokraten, warnt jedoch, dass eine KD-S-Regierung «ziemlich weit entfernt» sei. Sie nennt Busch auch «weise» in diesem Zusammenhang.
Die Reaktionen der Moderaten sind scharf. Douglas Thor, Vorsitzender der Moderaten Jugend, bezeichnet die KD auf X als «Kostenfahrer» und schreibt: «Dass sie rote Politik mit den S umsetzen könnten, ist gute Verbraucherinformation vor den Wahlen nächsten Jahres.» Er erläutert gegenüber Expressen: «Wenn die KD meinen, dass eine Stimme für sie im Wahl eine Stimme für Andersson als Ministerpräsidentin riskiert, ist es gut, wenn das den Wählern klar wird.» Oliver Rosengren (M), Vorsitzender in Kronoberg, fordert Wähler auf, die Moderaten für Politik wie härtere Strafen und neue Kernkraft zu wählen. Per Rosencrantz (M) warnt auf X, dass Unterstützung für die S das Vertrauen untergraben und die Existenzgrundlage der Parteien bedrohen würde.