Die brasilianische Trans-Aktivistin Marcelly Malta Lisboa ist am 4. Juli in Porto Alegre gestorben. Sie wurde 75 Jahre alt und war eine Pionierin der LGBTQIA+-Rechte.
Marcelly Malta Lisboa wurde 1951 in Mato Leitão, Rio Grande do Sul, geboren. Als Teenager zog sie nach Porto Alegre, wo sie als Pflegeassistentin und in der Sexarbeit tätig war.
Im Jahr 2011 erwirkte sie ein Gerichtsurteil, das ihr die Änderung ihres Personenstands ohne geschlechtsangleichende Operation ermöglichte – eine beispiellose Entscheidung in Brasilien. Sie schloss sich Coligay an, der ersten organisierten LGBT+-Fangruppe des Landes, und gründete 1999 die Associação de Travestis e Transexuais do Rio Grande do Sul.
In den 1980er Jahren arbeitete sie während der AIDS-Epidemie mit der GAPA-RS zusammen. Zudem setzte sie sich für das Recht von Trans-Personen auf ein würdevolles Altern ein. Sie starb am 4. Juli in Porto Alegre.