Mohammed Kudus droht Operation nach erneuter Oberschenkelverletzung

Der Tottenham-Hotspur-Stürmer Mohammed Kudus hat einen herben Rückschlag bei seiner Genesung von einer Oberschenkelverletzung erlitten. Nach erneuten Problemen mit der Kniesehne im Training diese Woche ist ein operativer Eingriff nun wahrscheinlich. Der 25-jährige ghanaische Nationalspieler muss mit einer dreimonatigen Ausfallzeit rechnen, was ihn für den Rest der Premier-League-Saison außer Gefecht setzen und seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 gefährden könnte. Ghana, das in Gruppe L auf England, Kroatien und Panama trifft, trifft dieser Ausfall schwer vor den anstehenden Spielen im Juni.

Mohammed Kudus hatte sich seine ursprüngliche Oberschenkelverletzung beim 1:1-Unentschieden von Tottenham gegen Sunderland am 4. Januar zugezogen, als er das Spielfeld bereits nach 19 Minuten verlassen musste. Er entschied sich gegen eine sofortige Operation, konsultierte Spezialisten in Amsterdam, die mit seinem früheren Verein Ajax in Verbindung stehen, und absolvierte fast 100 Tage Rehabilitation. Letzte Woche kehrte er kurzzeitig ins Mannschaftstraining zurück, spürte jedoch am Montag während einer individuellen Trainingseinheit Probleme an der Kniesehne. Berichten zufolge, unter anderem von Journalist Ben Jacobs, bestätigten Scans am Dienstag die Schwere der Verletzung. Eine Operation ist nun der wahrscheinliche nächste Schritt, mit einer typischen dreimonatigen Genesungszeit vor Beginn der Weltmeisterschaft im Juni. Tottenham, das unter dem neuen Cheftrainer Roberto De Zerbi aktuell im Abstiegskampf steckt, muss in den verbleibenden sieben Saisonspielen auf Kudus verzichten. Trotz seiner Abwesenheit seit Januar belegt der Stürmer in wichtigen Statistiken Spitzenplätze: Er liegt mit 23 kreierten Torchancen auf Rang drei, ist gemeinsam mit anderen Spitzenreiter bei den erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten und führt das Team bei den absolvierten Dribblings an. De Zerbi hatte im verletzungsgeplagten Kader auf die Kreativität von Kudus gesetzt. Für Ghanas „Black Stars“ kommt der Zeitpunkt besonders ungelegen. Das Team hatte sich kürzlich nach Niederlagen gegen Österreich und Deutschland von Cheftrainer Otto Addo getrennt. Kudus, der bei der Weltmeisterschaft 2022 als Ghanas bester Torschütze zweimal traf, gilt als zentrale offensive Gefahr. Die Kampagne in Gruppe L beginnt am 17. Juni in Toronto gegen Panama, gefolgt vom Spiel gegen England in Boston am 23. Juni und gegen Kroatien in Philadelphia am 27. Juni. Selbst im besten Fall würde Kudus nach zwei Oberschenkelverletzungen in dieser Saison gerade noch rechtzeitig zurückkehren, was beim neuen Trainer Fragen hinsichtlich seiner Fitness aufwirft.

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