Eine neue Adaption von Agatha Christies Mysterium aus dem Jahr 1925 hat sich auf Platz zwei der Netflix-Streaming-Charts hochgearbeitet. Die Drei-Teiler-Serie Agatha Christie's Seven Dials verzeichnete in der Premierenwoche fast 10 Millionen Aufrufe. Trotz starker Zuschauerzahlen erhält sie gemischte Kritiken von Kritikern und Publikum.
Netflix hat mit Agatha Christie's Seven Dials eine frische Adaption eines Werks von Agatha Christie herausgebracht, eine Mystery-Serie, die in England im Jahr 1925 spielt. Die Handlung entfaltet sich bei einer opulenten Hausparty auf dem Land, wo ein harmloser Streich tödlich endet und die neugierige Lady Eileen 'Bundle' Brent mit der Aufklärung des Verbrechens beauftragt wird. Mit Mia McKenna-Bruce als Heldin an der Seite von Helena Bonham Carter und Martin Freeman startete die Serie letzte Woche und kletterte rasch auf Platz 2 der Netflix-Top-10-Streaming-Liste, mit fast 10 Millionen Aufrufen und 26 Millionen Stunden geschaut. Die Kritiken sind geteilt. Auf Rotten Tomatoes liegt die Bewertung bei 71 % Zustimmung. Marty Brown von Common Sense Media lobte das Engagement: „Es gibt hier keine geheimen Zwillinge oder Rube-Goldberg-Maschinen, aber jede Menge Wendungen, Enthüllungen und falsche Fährten, um sowohl Gelegenheitszuschauer als auch Veteranen fairer Mystery-Geschichten bei der Stange zu halten“, und vergab vier von fünf Sternen. Im Gegensatz dazu fand Adam Sweeting von The Arts Desk fehlende Intensität: „Insgesamt plätschert es ganz angenehm daher, voller prächtiger Panoramen von Küste, Land und Dampfzügen, während Ms. McKenna-Bruce eine kluge und temperamentvolle Heldin abgibt. Aber es fehlt an echter Spannung oder Bedrohlichkeit…“. Die Zuschauerreaktion ist kühler mit 49 % auf dem Popcornmeter. Ein Zuschauer kritisierte das Tempo: „Das Casting war super, aber es war weder spannend noch mysteriös. Es schleppte sich dahin, ohne mein Interesse oder auch nur meine Neugier zu wecken. Hätte ein 2-Stunden-Film statt 3 Episoden sein sollen, wäre aber nicht sehenswerter gewesen.“ Ein anderer gab 0,5 von fünf Sternen und nannte es „eine unglaublich langweilige und frustrierende Anschauungserfahrung“, die sich dahinschleppt, ohne Spannung aufzubauen, das Ensemble unterschätzt und Atmosphäre vermissen lässt. Diese Adaption unterstreicht Christies anhaltende Anziehungskraft, auch wenn sie Debatten über ihre Umsetzung als Limitierte Serie auslöst.