Netflix-Trailer zum Carlsen-Niemann-Dokumentarfilm sorgt für Reaktionen

Netflix hat am 10. März einen Teaser-Trailer für seinen bevorstehenden Dokumentarfilm Untold: Chess Mates veröffentlicht, der die Kontroverse von 2022 zwischen den Großmeistern Magnus Carlsen und Hans Niemann beleuchtet. Der 71 Sekunden lange Clip hat über 400.000 Aufrufe erzielt und gemischte Reaktionen in der Schachgemeinde hervorgerufen. Der vollständige Dokumentarfilm soll am 7. April erscheinen.

Der Trailer gibt einen Vorgeschmack auf die Ereignisse rund um den Sinquefield Cup 2022 in St. Louis, bei dem Spannungen zwischen dem Weltmeister Magnus Carlsen und dem Nachwuchstalent Hans Niemann aufkamen, was zu weltweiten Schlagzeilen in der Schachwelt führte.  nnIn dem Clip sagt Niemann: „Mein gesamtes Leben und meine Karriere wurden zerstört“ und fügt hinzu: „Ich muss damit leben, dass in jedem Gespräch über Schach, das ich führe, wir irgendwann über Analkugeln sprechen werden.“ Carlsen erinnert sich an seine Reaktion während der Partie: „Ich hatte das Gefühl, nicht gegen einen Menschen zu spielen.“ Niemann kommentiert weiter: „Er hat ein Paranoia-Niveau erreicht, das nicht gesund ist.“nnCarlsen hat sich nicht öffentlich zum Trailer geäußert. Niemann teilte jedoch Tweets, die den Film bewerben, darunter einen mit den Worten: „Die Wahrheit, die Abrechnung und die Revolution naht. Netflix, 7. April!“ Später postete er: „Jeder hat seinen Tag des Gerichts“ und sprach das an, was er als Fehlinformationen über den Sinquefield Cup bezeichnete. Der 22-Jährige kündigte Pläne für eine Podcast-Tour an, um seine Perspektive zu teilen, und erwähnte speziell die Joe-Rogan-Show, in der Carlsen das Thema besprochen hatte.nnOnline-Diskussionen wie ein Reddit-Thread mit über 130 Kommentaren zeigen vielfältige Reaktionen. Einige Nutzer äußerten Neugier auf Niemanns Darstellung und fragten sich, ob sie seine intensivere Seite aus 2023–2024 einfängt. Andere zweifelten, ob der 2024 gedrehte Film veraltet wirken oder neue Details offenbaren könnte. Großmeister Jacob Aagaard twitterte sarkastisch und nannte es einen „Feel-good-Film, der uns alle zum Umarmen bringen wird“.nnDer Dokumentarfilm bietet Perspektiven von Hikaru Nakamura, Chess.com-CEO Erik Allebest und Chief Chess Officer Danny Rensch. In einem Reaktionsvideo sagte Rensch: „Wow. Wow“ und äußerte Überraschung über die Rahmung der Rolle von Chess.com als auf Kontrolle aus. Allebest bemerkte, wie die Betrugsvorwürfe zu einer breiteren Erzählung von Machtkämpfen wurden.nnDies ist Netflix’ zweite Schach-Dokumentation im Jahr 2026 nach Queen of Chess über Judit Polgar, die in die globalen Top 10 vordrang. Die Kontroverse geht weiter mit einem Buch von Ben Mezrich, das im Juni erscheinen soll, und einem in Entwicklung befindlichen A24-Film unter der Produktion von Emma Stone und der Regie von Nathan Fielder.

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