Stakeholder auf dem Nigeria Summit 2025 hoben hervor, dass Nigeria trotz seines Potenzials hinter anderen afrikanischen Nationen in der Entwicklung der digitalen Wirtschaft zurückbleibt. Sie forderten regulatorische Reformen, Stabilität und Verbesserungen der Infrastruktur, um das Land als digitales Zentrum zu positionieren. Sprecher betonten Herausforderungen wie geringe ausländische Investitionen und Startup-Pleiten.
Auf dem Nigeria Summit 2025, der die 65 Jahre Unabhängigkeit Nigerias markiert und von The Guardian und CT Production am 10. November 2025 in Lagos ausgerichtet wurde, diskutierten Experten Wege, um die digitale Wirtschaft zu nutzen. Stakeholder stellten fest, dass Nigeria trotz seiner großen Bevölkerung und unternehmerischen Stärken hinter Ländern wie Ruanda, Marokko, Südafrika, Botswana und Kenia in der digitalen Entwicklung zurückbleibt.
Mark Simmonds, Vorsitzender des Invest Africa Advisory Board, sprach über „Das Geschäft von Finanzen, Technologie und der digitalen Wirtschaft“. Er wies auf regulatorische Hürden, Reputationsprobleme und negative globale Medienberichterstattung als Barrieren hin. 2024 erhielt Nigeria 300 Millionen US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen, im Vergleich zu 1,2 Milliarden für Algerien und 55 Milliarden für Indonesien. Simmonds lobte die makroökonomischen Politiken der aktuellen Regierung, betonte aber die Notwendigkeit größerer politischer und wirtschaftlicher Stabilität, um Investitionen anzuziehen.
„Sie bewegen sich in der richtigen Richtung bei der makroökonomischen Politik. Allerdings gibt es noch viel zu tun, da die digitale Wirtschaft und ihre damit verbundenen Vorteile Verbraucher, Unternehmen, den Industriesektor und die Regierung beeinflussen werden“, sagte Simmonds. Er plädierte für eine vom Staat geführte Technologieumsetzung, um Einnahmen für Infrastrukturen wie Schulen, Krankenhäuser und Straßen zu generieren, sowie für regionale Koordination in Sicherheitsfragen und Regulierungen, die mit dem Afrikanischen Freihandelsabkommen übereinstimmen.
Ina Alogwu, Chief Digital and Innovation Officer bei T2 Mobile, bedauerte die hohe Ausfallrate nigerianischer Startups im Vergleich zu Gleichgestellten und warnte vor einer düsteren Zukunft. Unwana Esang, Principal Consultant bei Mastercard, forderte den Aufbau eines vertrauenswürdigen digitalen Systems basierend auf Transparenz und Rechenschaftspflicht.
Bezüglich der Energieunterstützung für digitales Wachstum rief Folake Akinkugbe-Filani, CEO von Energy Inc Advisors, zur Stabilisierung des Stromnetzes auf, um Verluste und Kosten zu reduzieren, was für Industrieparks essenziell ist. Ahmad Damcida stellte fest, dass politische Risiken abgenommen haben, aber Herausforderungen bei der Adoption in den Energie- und Industriesektoren bestehen bleiben.