Der indische Großmeister Nihal Sarin kommentierte einen viralen Vorfall, bei dem der armenische Spieler Emin Ohanyan wütend reagierte, nachdem er ein Blitzspiel während des TakeTakeTake’s Titled Tuesday-Events verloren hatte. Ohanyan machte eine obszöne Geste in Richtung Bildschirm nach einem kritischen Fehler. Sarin erklärte, er sei von dem Ausbruch nicht beleidigt.
Die Kontroverse entstand während eines Online-Blitz-Matches im TakeTakeTake’s Titled Tuesday-Turnier zwischen Indiens Nihal Sarin und Armeniens Emin Ohanyan. In einem angespannten Endspiel hielt Sarin als Schwarzer einen Vorteil mit Turm und Bauer gegen Ohanyans Läufer und Bauer. Beide Spieler manövrierten vorsichtig, doch Sarin hatte weniger Zeit auf der Uhr und schien in Gefahr, auf Zeit zu verlieren. Ohanyan machte dann einen voreiligen Zug und erwartete Sarins Antwort. Sarin nutzte dies schnell aus, schlug Ohanyans Turm und sicherte den Sieg. Sichtbar frustriert stand Ohanyan auf, zeigte zweimal den Mittelfinger zur Kamera – in Richtung Bildschirm – und stürmte von seinem Setup weg. Der Clip verbreitete sich rasch online, nachdem TakeTakeTake ihn mit der Bildunterschrift „wir waren alle schon mal dort“ teilte. Es folgte Kritik, Zuschauer bezeichneten die Reaktion als „völlig peinlich“. Der Post wurde später gelöscht, und die Organisatoren klärten, dass die Gesten das Spiel selbst betrafen, nicht Sarin persönlich, und betonten, dass solche Frustration üblich sei, aber nicht gebilligt werde, wenn sie auf Gegner gerichtet ist. Sarin, 21, reagierte am 26. Februar 2026 auf X: „Bezüglich des jüngsten Vorfalls möchte ich klarstellen, dass ich nicht beleidigt war. Solche Dinge passieren im Eifer des Gefechts – kein großes Ding. cc @TakeTakeTakeApp.“ Er lieferte weiter starke Leistungen, gewann den Rapid-Abschnitt bei Tata Steel Chess India in Kolkata im Januar 2026 mit 6,5 Punkten und setzte den fünffachen Weltmeister Viswanathan Anand um einen halben Punkt zurück. Beim Welt-Rapid-Championship in Doha belegte Sarin Platz 19 nach später Einstieg wegen des Rückzugs von D Gukesh, trotz 24. Setzposition. Der Vorfall unterstreicht die intensiven Emotionen im Wettkampfschach, auch in Online-Formaten.