Die Orange Democratic Movement hat Pläne angekündigt, strukturierte Verhandlungen mit anderen politischen Formationen, einschließlich der United Democratic Alliance, vor der nächsten Generalwahl zu eröffnen. Dieser Beschluss wurde am Montag, dem 12. Januar, nach einer Sitzung des Zentralkomitees der ODM im County Kilifi getroffen. Die Gespräche zielen darauf ab, die nationale Basis der Partei durch präelektorale Allianzen zu stärken.
Am Montag, dem 12. Januar 2026, tagte das Zentralkomitee der ODM im County Kilifi, um die politische, organisatorische und strategische Position der Partei zu überprüfen. Nach der Sitzung verkündete Oburu Oginga im Namen des Komitees den Entschluss, präelektorale politische Allianzen als Teil der umfassenderen Strategie der ODM zu verfolgen, um ihre nationale Basis zu stärken. Dies umfasst die formelle Beauftragung des ODM-Parteiführers, Verhandlungen mit der United Democratic Alliance aufzunehmen, was eine bedeutende politische Entwicklung darstellt angesichts der langjährigen Rivalität zwischen den beiden Fraktionen vor 2024. „Das Komitee-Sitzung äußerte die Absicht, strukturierte Verhandlungen mit verschiedenen politischen Formationen zu initiieren, beginnend mit der United Democratic Alliance. Zu diesem Zweck haben wir den Parteiführer beauftragt, diesen Prozess zu beginnen“, hieß es in einer Erklärung des Komitees. Laut Komitee sollen die Gespräche strukturiert und bewusst ablaufen und sich auf gemeinsame Interessen und die sich wandelnde politische Landschaft konzentrieren statt auf Ad-hoc-Arrangements. Gleichzeitig kündigte die ODM an, interne Konsultationen mit ihren Mitgliedern im ganzen Land durchzuführen, um sicherzustellen, dass jede politische Neuausrichtung die Ansichten und Aspirationen der Basis der Partei widerspiegelt. Diese Konsultationen sollen die endgültige Position der Partei bestimmen und gipfeln letztlich in einer Nationalen Delegiertenkonferenz, auf der Schlüsselentscheidungen traditionell ratifiziert werden. Das Komitee befasste sich auch mit der Umsetzung des 10-Punkte-Programms der Partei und konzentrierte sich auf die Entschädigung der Opfer öffentlicher Proteste. Da das Gericht das Expertengremium zur Entschädigung für unrechtmäßig erklärt hat, beschloss die ODM, alle Entschädigungen über die verfassungsrechtlich anerkannte Kenya National Commission on Human Rights zu leiten. Bei der Pressekonferenz am Montag wurde Oburu Odinga zu dem Fehlen wichtiger Figuren wie dem ODM-Generalsekretär Edwin Sifuna und dem stellvertretenden Parteiführer Godfrey Otsotsi bei der Führertreffen befragt. Oburu spielte Spannungen herunter und klärte, dass beide sich wegen logistischer Probleme vom Kilifi-Ereignis entschuldigt hatten. Bemerkenswert ist, dass Sifuna einer der schärfsten Kritiker der Kenya-Kwanza-Regierung innerhalb der ODM ist und 2025 sensationell erklärte, er würde eher aus der Partei austreten, als mit Präsident William Ruto zusammenzuarbeiten. Seine Haltung milderte sich nach dem Tod des ehemaligen Premierministers Raila Odinga, wobei Sifuna erklärte, er wolle nicht der Grund sein, warum die ODM untergeht.