Die Partido de la Gente (PdG) hat die ungültige oder leere Stimme als offizielle Position für die Stichwahl zur Präsidentschaft am 14. Dezember festgelegt, nach einer internen Abstimmung, bei der 78 % der Mitglieder diese Option wählten. Weder José Antonio Kast noch Jeannette Jara konnten die Mehrheit der Basis des von Franco Parisi geführten Partei überzeugen. Diese Entscheidung spiegelt die Unzufriedenheit mit den Kandidaten wider und könnte ein Schlüsselwählergruppe beeinflussen.
Am Sonntag, dem 30. November, führte die Partido de la Gente (PdG) eine Online-Abstimmung unter ihren Mitgliedern durch, um ihre Haltung zur Stichwahl zwischen José Antonio Kast und Jeannette Jara am 14. Dezember zu definieren. Die Abstimmung war von 15:00 bis 18:00 Uhr nur für Mitglieder geöffnet und bot drei Optionen: Unterstützung für Jara (PC), Kast oder ungültige/leere Stimme.
Die Ergebnisse, die von den regionalen Präsidenten bis etwa 21:00 Uhr überprüft wurden, wurden am Montag, dem 1. Dezember, bekanntgegeben. 78 % wählten die ungültige Stimme, 20 % Kast und nur 2 % Jara. In einer Erklärung hieß es beim PdG: „Gemäß dieser Abstimmung und unter voller Achtung der Stimme unserer Mitglieder übernimmt der PdG als offizielle Position für die Stichwahl die Option Nulo o Blanco. Dieses Ergebnis spiegelt den legitimen Unmut unserer Basis mit den Alternativen im kommenden Ballottage wider“.
Der Text fügt hinzu: „Der PdG bleibt standhaft, arbeitet mit Demut und Überzeugung, trotz Ausschluss aus verschiedenen Räumen und Ignoranz der Umfragen, haben wir uns erneut als dritte politische Kraft des Landes konsolidiert“.
Franco Parisi, der Führer und ehemalige Kandidat, der im ersten Wahlgang fast 20 % mit über 2,5 Millionen Stimmen erhielt, hatte vorausgesagt, dass mehr als 75 % seiner Wähler zur ungültigen Stimme tendieren würden, laut internen Umfragen. Der PdG hat etwa 38.000 bei Servel zum 31. Oktober registrierte Mitglieder, aber der Einfluss könnte sich auf den breiteren Wählerkreis erstrecken.
Intern gab es Spannungen: Der gewählte Abgeordnete Javier Olivares äußerte Unterstützung für Kast, während die Abgeordnete Pamela Jiles, von Parisi zur Fraktionsführerin ernannt, für ungültig plädierte und tweetete: „#VotoNuloYBlanco in der Stichwahl... Weder Kast noch Jara, wir gehen für Parisi 2030“. Jiles hatte gewarnt, sie würde Kast das Leben „unmöglich“ machen, falls er gewinnt.
Diese Haltung ist bedeutsam, da Paris’ Stimmen von beiden Kampagnen umworben werden und entscheidend sein könnten. 2021 führte Paris’ Unterstützung für Kast dazu, dass 70 % seines Wählerschafts für Gabriel Boric stimmten, eine Erfahrung, die die aktuelle Vorsicht der Partei prägt.