Präsident Gustavo Petro hat eine großangelegte Militäroffensive gegen alias 'Iván Mordisco', Führer der FARC-Dissidenten in Guaviare, angeordnet. Die Operationen haben zu 19 getöteten vermuteten Dissidenten, Beschlagnahmungen von Waffen und der Befreiung von Minderjährigen geführt. Dieser Schritt signalisiert eine Wende in der 'Totalen Friedens'-Politik inmitten stockender Dialogbemühungen.
Präsident Gustavo Petro kündigte auf seinem X-Konto eine großangelegte Militäroffensive gegen die bewaffneten Strukturen unter der Führung von alias 'Iván Mordisco' im Departamento Guaviare an. 'Militäroffensive gegen „Iván Mordisco“ in Guaviare. Ich habe den Beschuss und die militärische Auflösung des von den Streitkräften lokalisierten Fronts angeordnet', schrieb der Präsident. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die insurgente Front zu zerschlagen, die für Drogenhandel, Zwangsrekrutierung und Morde an Sozialführern verantwortlich ist, wofür die Regierung eine Belohnung von fünf Milliarden Pesos auslobt.
Bisher haben die Operationen zu 19 getöteten vermuteten FARC-Dissidenten, der Beschlagnahmung reichlich Kriegsmaterials und mehr als zwanzig Gewehren sowie der Festnahme eines vermuteten Dissidenten geführt. Zusätzlich wurden mehrere Minderjährige gerettet, und andere Dissidentenmitglieder ergaben sich freiwillig. Verteidigungsminister Pedro Sánchez Suárez bezeichnete die Operation als 'entscheidend' gegen den Narcoterrorismus, mit laufenden Aktionen in der Nähe der Gemeinde Calamar nach einem genehmigten Beschuss.
Die zielgerichtete Struktur ist Teil des engsten Sicherheitsrings um 'Mordisco'. Die Operationen, koordiniert zwischen den Streitkräften und der Nationalpolizei, setzen sich in der Region fort. Diese Front hat eine starke Präsenz in der kolumbianischen Amazonia, einschließlich Guaviare, Vaupés, Meta, Vichada und Amazonas, und erstreckt sich bis Cauca und Caquetá, wo sie des Drogenhandels, Erpressungen und territorialer Kontrolle beschuldigt wird.
Die Offensive markiert eine Wende in der 'Totalen Friedens'-Politik, die zunächst den Dialog mit den Dissidenten des Estado Mayor Central (EMC) priorisierte, aber keine konkreten Fortschritte erzielte. Sie reiht sich in frühere Aktionen ein, wie die Operation im August, die einen der Vertrauten von 'Mordisco' tötete. Die Regierung strebt die Rückgewinnung territorialer Kontrolle und die Demonstration von Standhaftigkeit inmitten der eskalierenden Gewalt im Süden des Landes an.