Picasso kehrt nach 60 Jahren nach Kiruna zurück

Sechzig Jahre nach einer großen Picasso-Ausstellung im Zusammenhang mit dem Jubiläum von LKAB sind die Werke des Künstlers wieder in Kiruna. Das Kin museum for contemporary art zeigt 16 Werke auf Leihgabe vom Moderna museet in der Ausstellung 'Holes in Reality'. Die Schau erforscht Picassos Erbe neben der Künstlerin Dora García und behandelt Themen wie Kultur, Macht und natürliche Ressourcen.

Im Jahr 1965 fand in Kiruna eine große Picasso-Ausstellung als Teil des 75-jährigen Jubiläums von LKAB statt. Das Bergbauunternehmen kooperierte mit dem Nationalmuseum und der Kiruna-Kommune für das Ereignis im neu gebauten Rathaus. Etwa 100 Werke von Pablo Picasso wurden aus Museen und privaten Sammlern in Stockholm transportiert und von bewaffnetem Sicherheitsdienst bewacht. Die Ausstellung wurde zu einer der bemerkenswertesten in der Geschichte von Norrbotten.

Um mehr Besucher anzuziehen, wurde eine Miniatur von Picassos Guernica in der Mine gezeigt, und der Nationalmuseums-Kurator Carlo Derkert hielt Vorlesungen für Bergleute. Nach neun Tagen schloss die Schau, besucht von 7000 Menschen, darunter Premierminister Tage Erlander und Finanzminister Gunnar Sträng.

Nun, fast genau 60 Jahre später, kehrt Picasso nach Kiruna zurück. Das Kin museum for contemporary art präsentiert 16 Werke in der Ausstellung 'Holes in Reality – Dora García, Pablo Picasso and a Mining Jubilee', auf Leihgabe vom Moderna museet. Die in Spanien geborene feministische Künstlerin Dora García trägt neue Werke bei, die Picasso als Symbol der spanischen Kunst herausfordern. Sie konfrontiert auch die Ausstellung von 1965 und die doppelten Rollen von LKAB als Bildner und Ausbeuter, mit Fokus auf aktuelle Themen wie natürliche Ressourcen, Landrechte und die Rolle der Kunst heute.

'Jetzt, sechzig Jahre später, haben sich die Ansichten über Picasso verändert. Aber die Fragen nach dem Platz der Kultur in der Gesellschaft, der Geografie der Macht und den Möglichkeiten der Kunst sind ebenso brennend,' sagt Maria Lind, Direktorin des Kin museum for contemporary art.

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