Das Stück 'Alices' feiert am 13. November Premiere im Sesc Pinheiros in São Paulo und verbindet Fantasie und Realität, um Femizid in Brasilien anzuprangern. Mit Dramaturgie von Jarbas Capusso Filho und Regie von Joana Dória verfolgt es zwei Frauen namens Alice, die Erfahrungen mit Geschlechtergewalt teilen. Alarmierende Daten aus 2025 unterstreichen die Dringlichkeit des Problems.
Daten des Monitors de Feminicídios no Brasil zeigen, dass über 900 Frauen in der ersten Hälfte von 2025 getötet wurden, mit weiteren 2.000, die beinahe Opfer von Geschlechtergewalt wurden. Angesichts dieser Zahlen dient das Theater als Raum für Anprangerung und Trauer mit 'Alices', das am 13. November im Auditorium des Sesc Pinheiros uraufgeführt wird, in der Rua Paes Leme 195, im Viertel Pinheiros im Westen São Paulos.
Das Stück mit Dramaturgie von Jarbas Capusso Filho und Regie von Joana Dória erzählt die Geschichte von zwei Alices – gespielt von Nicole Cordery und Fábia Mirassos –, die sich in einem fantastischen Zwischenreich treffen. Sie entdecken tiefe Verbindungen in der Geschlechtergewalt und vermischen fiktive Elemente mit realen Daten. Die Aufführungen laufen vom 13. November bis 13. Dezember, donnerstags und samstags um 20:30 Uhr, mit Eintritt ab R$ 50 und Altersfreigabe ab 14 Jahren.
Das ist nicht Joana Dórias erstes Werk zu diesem Thema; sie inszenierte 'Garotas Mortas', basierend auf Non-Fiction. 'Alices' zeichnet sich durch seine erfundene Dramaturgie in einer fantastischen Kulisse aus. „Was ich mit verschiedenen Ansätzen zum selben Thema erforsche, ist die Möglichkeit, Beziehungen zu diversen Publika in jeder Erfahrung herzustellen“, erklärt die Regisseurin. „Ich werde glücklich sein, Themen wie dieses aufzugeben, sobald Geschlechtergewalt zu einem Thema für Archäologen wird“.
Das Stück verurteilt Femizid in der brasilianischen Gesellschaft und ehrt das Andenken der Opfer. „Wir müssen Werke wie dieses schaffen, weil wir es unerträglich finden, schweigend zu bleiben oder nichts zu tun“, sagt Joana. „In einer Gesellschaft, die Frauen beigebracht hat, zu schweigen und männlicher Gewalt zu unterwerfen, zeigt unser Stück das Gegenteil. Wir müssen sprechen und uns gegenseitig unterstützen, ohne jegliches Urteil“.
Das Sesc Pinheiros bietet architektonische Barrierefreiheit, einschließlich barrierefreier Wege, geeigneter Toiletten und Platz für Rollstuhlfahrer mit Begleitern. Es gibt auch einen Libras-Dolmetscher für den Audioinhalt.