Polen kauft schwedische U-Boote von Saab

Polen hat beschlossen, drei A26-U-Boote von Saab Kockums zu kaufen, was das schwedische Verteidigungsunternehmen stärkt und die Sicherheit in der Ostsee verbessert. Der Deal im Wert von mehreren Milliarden Kronen soll im zweiten Quartal 2026 finalisiert werden. Experten sagen, er reduziert das Risiko russischer Angriffe durch größere Abschreckung.

Seit der russischen Invasion in der Ukraine 2022 hat Europa seine Verteidigung in Rekordgeschwindigkeit ausgebaut, wobei Schweden und Finnland der NATO beigetreten sind. Das schwedische Unternehmen Saab ist zu einem Schlüsselfaktor geworden und verkauft Waffensysteme im Wert von Milliarden Kronen. Ein herausragender Deal ist Polens Entscheidung vom 26. November 2025, drei A26-U-Boote von Saab Kockums zu kaufen, wobei Polens Verteidigungsminister einen Vertrag im zweiten Quartal 2026 anstrebt.

Hans Liwång, Professor für Verteidigungssysteme an der Swedish Defence University, beschreibt die U-Boote als Nischenprodukt für die Ostsee: „Saab und Schweden haben lange gesagt, dass die schwedischen U-Boote für die Ostsee gemacht sind. Das hat sie zu einem Nischenprodukt gemacht, und sie waren in den 00ern und 10ern kein großer internationaler Erfolg. Aber jetzt ist es ein Vorteil. Polen ist ein typisches Land, in dem ein für die Ostsee angepasstes U-Boot sehr interessant ist.“ Polen führt die regionale Aufrüstung an und teilt geografische und politische Bindungen mit Schweden, beide NATO-Mitglieder mit Fokus auf Nordeuropa.

Der Deal stärkt Saabs Auftragsbestand, der im September über 202 Milliarden Kronen erreichte, und verbessert die regionale Sicherheit. Der SVT Nyheter-Analyst John Granlund bemerkt, dass Polens U-Boot-Entscheidung das Risiko russischer Angriffe in der Ostsee verringert: „Je mehr Angst Russland vor U-Boot-Angriffen hat – desto geringer das Risiko russischer Angriffe zur See.“ Polen wird das erste Land, das neue schwedische U-Boote kauft, und stärkt die Unterwasserabschreckung.

Saab hat seit 2022 große Verträge gewonnen, darunter Gripen-Jets an Kolumbien für über 34 Milliarden Kronen sowie Radarsysteme an die USA und Großbritannien. Der Polen-U-Boot-Deal hebt sich als strategisch entscheidend für Wirtschaft und Sicherheit hervor.

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