Polizei nimmt Teenager fest, der Schussangriff an Schule in Caballito plante

Die argentinische Bundespolizei hat einen 16-jährigen Jungen im Stadtteil Caballito in Buenos Aires festgenommen, weil er einen Schussangriff an seiner ehemaligen Schule plante. Die Operation ging von einer FBI-Warnung über Bedrohungen in sozialen Medien aus. Bei der Durchsuchung fanden die Behörden Waffennachbauten, Nazi-Symbole und Notizbücher mit einem detaillierten Angriffsplan in seiner Wohnung.

Der Fall begann, als die Spezialisierte Staatsanwaltschaft für Cyberkriminalität (UFECI), geleitet von Staatsanwalt Horacio Azzolín, einen Bericht des FBI über einen Nutzer erhielt, der Drohungen eines 'Massakers im November' auf dem sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter) postete. Die Untersuchung, die weniger als eine Woche dauerte, führte zu einer Razzia in der Wohnung des Teenagers in der Avenida Juan Bautista Alberdi 1600 in Caballito.

Während der Operation fanden Agenten der Antiterror-Untersuchungseinheit (DUIA) der argentinischen Bundespolizei (PFA) Nachbauten von Gewehren, Magazine, Pfefferspray, Messer, Gummigeschosse, Griffe, Flaschen für Molotowcocktails und ein Zielfernrohr. Die Gegenstände trugen Inschriften mit Namen von Massenschützen wie Brenton Tarrant, Anders Breivik und Rafael Solich, dem Täter des Massakers von Carmen de Patagones 2004. Sie beschlagnahmten auch Material mit NS-Symbolik wie Hakenkreuze und Schwarze Sonnen, einen Abschiedsbrief und Notizbücher mit einem detaillierten Zeitplan.

Der Plan sah eine anfängliche Drohung in einem nahegelegenen Einkaufszentrum vor, gefolgt von einem Eindringen in die Schule verkleidet als Polizist, der Isolierung von Schülern in Klassenzimmern und einem Schussangriff. Die Ermittler stellten Ähnlichkeiten zum Angriff von Breivik in Norwegen 2011 fest, bei dem 77 Menschen getötet wurden. Der Jugendliche zeigte eine Affinität zur extremen Rechten, verherrlichte den Nationalsozialismus und mehrere Mörder.

Der Teenager wurde der Zuständigkeit des Nationalen Bundesstraf- und Besserungsgerichts Nr. 1 zugewiesen, das von Richterin María Romilda Servini geleitet wird, die eine psychiatrische Untersuchung anordnete. Der Fall wurde als 'Öffentliche Einschüchterung' eingestuft. Quellen der PFA gaben an, dass es sich um den zehnten ähnlichen Fall in Argentinien in den letzten zwei Jahren handelt, alle mit Minderjährigen. Das Sicherheitsministerium unter Leitung von Patricia Bullrich lobte die Zusammenarbeit mit dem FBI dafür, eine 'mögliche Tragödie rechtzeitig neutralisiert' zu haben, obwohl der Jugendliche keine reale Fähigkeit hatte, den Angriff durchzuführen.

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