Präsident William Ruto hat Ida Odinga, die Witwe von Raila Odinga, zur Botschafterin Kenias beim Programm der Vereinten Nationen für die Umwelt (UNEP) ernannt. Die Ernennung hat Diskussionen über den wachsenden Trend ausgelöst, Regierungspositionen an Familien von Politikern zu vergeben. Dies geschieht in einem Land, das mit hoher Arbeitslosigkeit kämpft.
Präsident William Ruto hat kürzlich Ida Odinga, die Witwe des Oppositionsführers und ehemaligen Premierministers Raila Odinga, zur Botschafterin Kenias beim Programm der Vereinten Nationen für die Umwelt (UNEP) ernannt. Dieser Schritt hat viele, die die kenianische Politik verfolgen, nicht überrascht, da er ein wachsendes Muster aufzeigt, Regierungspositionen als Erbe für Verwandte von Politikern zu nutzen. Laut Berichten erfolgte Idas Ernennung nur Wochen nachdem der Gouverneur von Nairobi, Johnson Sakaja, seinen Neffen Odinga in die Position berief, die zuvor von seiner verstorbenen Mutter bei der Nairobi Water Company innegehabt wurde. Dies verdeutlicht, wie Führungsrollen und prestigeträchtige Jobs oft aufgrund familiärer Bindungen statt auf Verdienste vergeben werden. In Kenia, wo Arbeitslosigkeit ein großes Problem darstellt, fehlen vielen jungen Menschen Chancen, während gebildete Personen vergeblich nach Arbeit suchen. Dieser sich ausbreitende Nepotismus lässt einige Kenianer sich benachteiligt fühlen, insbesondere da Familien von Politikern Positionen ohne faire Verfahren erhalten. Es ist unerlässlich, dass alle Ernennungen auf Qualifikationen und Transparenz basieren, um jedem Kenianer gleiche Chancen zu bieten. Allerdings wurde die Frage nach Idas Eignung für die Rolle nicht breit diskutiert, stattdessen liegt der Fokus auf den Auswirkungen dieses Trends auf die Demokratie. Kenianer fragen sich, ob dies monarchische Herrschaft oder übliche Politik ist.