Der spanische Künstler Quevedo hat sein drittes Studioalbum „El Baifo“ vorgestellt, ein unabhängig veröffentlichtes Projekt mit 14 Titeln, das tief von seiner Herkunft von den Kanarischen Inseln inspiriert ist. Das Album thematisiert Feierlichkeiten, Nostalgie und persönliche Reflexion durch Kooperationen mit lokalen und legendären Künstlern. In einem Interview mit Billboard Español gab Quevedo Einblicke in die Entstehung des Werks.
Nach seinen früheren Veröffentlichungen „Donde Quiero Estar“ (2023) und „Buenas Noches“ (2024) folgt Quevedo nun mit „El Baifo“, einem Album, das die Kanarischen Inseln als zentralen Einflussfaktor in den Mittelpunkt stellt. „Ich glaube, die Kanarischen Inseln sind ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt, und jeder, der versteht, woher ich komme, versteht auch die Prozesse und Phasen meiner Karriere viel besser“, sagte er gegenüber Billboard Español. Der Titel „Baifo“, ein lokaler Begriff für ein Zicklein, ist zugleich eine Anspielung auf „GOAT“ (Greatest of All Time) und spiegelt den Stolz des Künstlers auf seine Herkunft wider. Er hofft, dass die Hörer durch die unterschiedlichen Stimmungen der Platte, von festlicher Energie bis hin zur Introspektion, eine Verbindung zu seinen Emotionen und seinem Hintergrund aufbauen können. „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen fühlen, was ich fühle, wenn sie das Album hören, und dass sie verstehen, woher ich komme.“ Titel wie „Al Golpito“ mit der kanarischen Gruppe Nueva Línea erinnern an Familienfeste und lokale Feiern. „Mi Balcón“ bietet eine nostalgische Entschleunigung, die auf Klängen des Timple und Bildern traditioneller kanarischer Balkone aufbaut. „La Graciosa“, eine Merengue-Kooperation mit Elvis Crespo, feiert die Karnevalstraditionen. „Elvis ist eine Legende. Er ist jemand, der unsere Geschichte kennt; er besucht die Inseln schon seit Jahren“, so Quevedo über die generationenübergreifende Zusammenarbeit. „Ni Borracho“, das die „Spain Songs“-Charts von Billboard anführte, und „La Graciosa“ zelebrieren beide die Inselkultur. Das Album schließt mit „Hijo del Volcán“, bei dem die 1968 gegründete traditionelle Gruppe Los Gofiones mitwirkt. Quevedo beschrieb das Stück als eine generationenübergreifende Verbindung und eine ehrliche Reflexion über seine jüngsten Lebensveränderungen und verbleibenden Ängste.